Geschäftsbericht 2001

GEW Köln bilanziert letztes Jahr vor GEW RheinEnergie AG

Der Kölner Stromversorger GEW Köln AG heißt mittlerweile GEW RheinEnergie AG und will zusammen mit Partner RWE ab Juli mit einem neuen Erscheinungsbild auftreten. Jetzt hat das Unternehmen den Geschäftsbericht für das vergangene Jahr vorgelegt. Der Umsatz stieg um nahezu 21,5 Prozent auf 1,06 Milliarden Euro, nach 875 Millionen Euro im Jahr 2000.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2001 hat sich der Kölner Stromversorger GEW Köln AG insbesondere auf die Gründung der GEW RheinEnergie AG vorbereitet. Dennoch sei es ein wirtschaftlich sehr erfolgreiches Jahr gewesen, bilanzierte das Unternehmen im jetzt vorgelegten Jahresberich.

"Das Jahr 2001 war wie kein anderes in der Geschichte der GEW geprägt vom anstehenden Wandel des Unternehmens", so GEW-Vorstandsvorsitzender Helmut Haumann bei der Bilanzpressekonferenz. Trotz einer immensen Arbeitsbelastung während dieser Zeit seien alle gesteckten Ziele erreicht oder sogar übertroffen worden. Der Umsatz stieg um nahezu 21,5 Prozent auf 1,06 Milliarden Euro, nach 875 Millionen Euro im Jahr 2000. "In allen Sparten konnten wir deutliche Zuwächse verzeichnen", so Haumann.

Im Sektor Strom sei das Geschäft der GEW weiterhin von starkem Wettbewerb und geänderten gesetzlichen Vorgaben gekennzeichnet gewesen. Der Absatz in der Sparte Strom stieg um 23,5 Prozent, unter anderem bedingt durch eine deutliche Ausweitung von Lieferverträgen außerhalb Kölns. Der Gesamtabsatz betrug 9,6 Milliarden Kilowattstunden (nach 7,77 Milliarden Kilowattstunden im Jahr 2000). Der Umsatzerlös im Bereich Strom stieg erstmals seit der Liberalisierung wieder an, er betrug 580 Millionen Euro ohne Stromsteuer gegenüber 494 Millionen Euro im Jahr 2000.

"Die kommenden Jahre werden die Bilanzzahlen unseres Unternehmens komplett verändern", so das Fazit von Helmut Haumann. "2001 war das letzte Jahr, in dem die GEW Köln AG in der alten Form ihre Zahlen vorgelegt hat. Im Lauf des Jahres 2002 wird sie eine Holding werden, während das operative Geschäft zum 1. Juli 2002 auf die GEW RheinEnergie AG übergeht."

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