Systemanpassung

Gesetzliche Krankenversicherung: Neuregelung für Beamte in Hamburg

Beamte können sich bisher nicht über die Gesetzliche Krankenkasse vollversichern, außer sie zahlen den monatlichen Beitrag in vollem Umfang selbst. In Hamburg können Beamte nun selbst bestimmen, ob sie Mitglied einer privaten oder gesetzlichen Versicherung werden wollen.

Versichertenkarte© lowtech24 / Fotolia.com

Hamburg - Als erstes Bundesland öffnet die Stadt Hamburg ihren Beamten mit einer pauschalen Beihilfe die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV). Mit der Regelung erhalten Beamte auf Wunsch vom 1. August 2018 an statt individueller Beihilfe den hälftigen Beitrag zu einer gesetzlichen oder privaten Krankenvollversicherung.

Bürgermeister: Hamburg schreibt Sozialgeschichte

"Mit der bundesweit einmaligen Regelung schreibt Hamburg Sozialgeschichte. Ein moderner Sozialstaat sichert alle gleichermaßen ab und grenzt niemanden aus", sagt Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) am Dienstag. Hamburg leiste mit der Reform einen Beitrag, das Krankenversicherungssystem zu modernisieren und für mehr Wettbewerb zu sorgen.

Beamte mussten gesetzliche Krankenversicherung bisher aus eigener Tasche zahlen

Beamte sind bislang faktisch gezwungen, sich ergänzend zur Beihilfe privat zu versichern, da es in der Gesetzlichen Krankenversicherung dazu keine Möglichkeit gibt. Eine freiwillige gesetzliche Krankenversicherung musste bisher von Beamten in vollem Umfang selbst getragen werden. Mit dem vom rot-grünen Senat beschlossenen Reformvorschlag wird nun die hamburgische Beihilfe GKV-kompatibel ausgestaltet.

Quelle: DPA

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