Mehr Transparenz

Gesetzentwurf zu Dispozinsen steht

Banken müssen ihren Kunden künftig genaue Angaben zur Höhe der verlangten Dispozinsen machen und die Zinssätze auf ihrer Homepage veröffentlichen. So soll eine bessere Vergleichbarkeit der Angebote erreicht werden.

Zinsentwicklung© M&S Fotodesign / Fotolia.com

Berlin (dpa/red) - Ein Gesetzentwurf für mehr Transparenz bei Dispozinsen ist laut Verbraucherminister Heiko Maas (SPD) nun fertig. Die Institute sollen damit verpflichtet werden, die jeweils gültigen Zinssätze auf ihrer Homepage im Internet zu veröffentlichen.

Mehr Transparenz bei Dispozinsen

Ziel ist es, die teils hohen Belastungen aus Dispozinsen durch eine bessere Vergleichbarkeit einzelner Bankangebote zu verringern. "Viele Dispo-Nutzer wissen gar nicht, dass es preisgünstigere Alternativen gibt", sagte Maas dem Berliner "Tagesspiegel" (Samstag), dem der zugehörige Referenten-Entwurf des Gesetzes vorliegt.

Alternativen bei häufiger Überziehung

Banken und Sparkassen sollen außerdem gezwungen werden, ihren Kunden alternative Angebote zu machen, wenn ein Dispokredit über drei Monate lang in Anspruch genommen oder das Konto mit hohen Beträgen überzogen wird. Beim Kurznachrichtendienst Twitter bestätigte Maas, man wolle die Verbraucher besser vor zu hohen Dispozinsen schützen. Das Gesetzesvorhaben hatte er bereits Ende September angekündigt. Hohe Dispozinsen sind Verbraucherschützern seit langem ein Dorn im Auge.

Merkblatt für Baukredite

Neue Regeln für die Institute gibt es auch bei Baukrediten. Teil des Gesetzes ist der Zeitung zufolge, dass Verbraucher bei einer Immobilienfinanzierung vor dem Abschluss des Vertrages ein Merkblatt mit allen Informationen rund um das Darlehen erhalten. Zudem soll die Kreditwürdigkeit der Kunden vorher genau überprüft werden. Neue Beratungsstandards in der Baufinanzierung sind ebenfalls vorgesehen.

Quelle: DPA

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