Preissteigerungen

Gema erhöht die Tarife für Musikkneipen und Discos

Zwar wird die eigentlich geplante große Tarifreform nun auf Januar 2014 verschoben, doch den Pächtern von Musikkneipen, Discotheken oder auch Veranstaltern von Stadt- bzw.

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Zwar wird die eigentlich geplante große Tarifreform nun auf Januar 2014 verschoben, doch den Pächtern von Musikkneipen, Discotheken oder auch Veranstaltern von Stadt- bzw. Quartierfesten geht es schon im kommenden Januar an den Kragen. Dann greifen um rund fünf Prozent verteuerte Tarife.

Gema kommt mit kleiner Tarifreform

Die erhöhten Tarife sollen der Musikverwertungsgesellschaft zufolge für alle öffentlichen Veranstaltungen gelten, auf denen entweder Live-Musik läuft oder Musik von unterschiedlichen Tonträgern. Ab Januar steigen die Tarife um fünf Prozent, ab April 2013 müssen die Betreiber von Clubs und Diskotheken noch einmal tiefer in die Tasche greifen - dann greift nämlich eine erneute Preiserhöhung, und zwar um zehn Prozent. Wann die jetzt vertagte große Reform dann kommt, ist derzeit unklar. Die Gema hat in Sachen Rechteverwertung gewissermaßen eine Monopolstellung und wird von keinem unabhängigen Gremium kontrolliert.

Erhöhungen von bis zu 3500 Prozent befürchtet

Die Pächter, die jetzt also keine wirkliche Gnadenfrist erhalten, fürchten wegen der geplanten großen Tarifreform um ihre Existenz und laufen Sturm gegen das Vorhaben der Gema. Die im April dieses Jahres bekannt gewordenen (und nun verschobenen) Pläne des Musikverwerters beinhalteten Preiserhöhungen von bis zu 3500 Prozent. Nach eigenen Angaben will die Gema mit der Tarifreform alle Anbieter gleich behandeln, wodurch gerade kleinere Veranstalter entlastet würden. Bislang hatten die Betreiber pauschal abgerechnet, nach der Reform soll jeder einzelne Öffnungstag zählen - was laut Hotel- und Gaststättenverband viele Betriebe in den Ruin treiben würde.

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