Prognose

Gaspreise gehen weiter in die Höhe

Die Gaspreise sollen den Tarifexperten von Verivox zufolge weiter ansteigen. Das gilt zumindest für die kommende Heizperiode. Danach könnte es dank der sinkenden Börsenpreise wieder günstiger werden.

21.08.2019, 09:34 Uhr (Quelle: DPA)
Gaspreis© Kautz15 / Fotolia.com

Heidelberg – Private Verbraucher bezahlen 2019 deutlich mehr für Erdgas als im Vorjahr. Der Preistrend hält an: 34 örtliche Gasversorger erhöhen die Preise im Herbst um durchschnittlich 8,4 Prozent, berichtet das Vergleichsportal Verivox-

Gaspreise sind um fast 9 Prozent gestiegen

Nach jahrelangem Sinkflug sind die Gaspreise seit dem Herbst des Jahres 2018 für private Verbraucher stark angestiegen. Ein Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh bezahlte im Oktober 2018 durchschnittlich 1.120 Euro. Im August 2019 liegen die durchschnittlichen Kosten bei 1.216 Euro, was einem Anstieg von knapp 9 Prozent entspricht.

34 Gasversorger wollen die Preise erhöhen

Der kommende Winter wird noch teurer. Für September und Oktober haben 34 örtliche Gasversorger Preiserhöhungen von durchschnittlich 8,4 Prozent angekündigt. Ein Musterhaushalt muss mit Mehrkosten von rund 109 Euro rechnen.

"In der kommenden Heizperiode wird das Preisniveau von Erdgas weiter hoch bleiben", sagt Valerian Vogel, Energieexperte bei Verivox. "Daher sollten sich Verbraucher bereits jetzt einen günstigen Gastarif wählen. Dieser sollte eine Preisgarantie von mindestens 12 Monaten haben. So sind die Kunden vor Preiserhöhungen während des Winters geschützt."

Prognose: Gaspreise könnten zur übernächsten Heizperiode wieder sinken

Bei den Großhandelspreisen hat sich der Preistrend seit Beginn des Jahres 2019 gedreht. Der Preis an der deutschen Grenze, der vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) erhoben wird, ist seit Januar 2019 um rund ein Drittel gesunken. Daher könnten die Gaspreise für private Verbraucher langfristig wieder sinken.

"Sinkende Großhandelspreise haben in der Vergangenheit allerdings deutlich länger als ein Jahr gebraucht, um bei den Endkunden anzukommen", sagt Valerian Vogel. "Sinkende Erdgaspreise für private Verbraucher erwarten wir daher erst in der übernächsten Heizperiode – falls die Großhandelspreise weiter so günstig bleiben."

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