Preissteigerungen

Fernwärmepreise für Industriekunden gestiegen

Schlechte Nachrichten für Fernwärmekunden: Pünktlich zur Heizperiode legen die Fernwärmepreise für Industrieunternehmen kräftig zu.

21.12.2012, 09:00 Uhr
Strompreis© Pixelot / Fotolia.com

Schlechte Nachrichten für Fernwärmekunden: Pünktlich zur Heizperiode legen die Fernwärmepreise für Industrieunternehmen kräftig zu. Das zeigt der aktuelle Preisvergleich des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer (VEA), der hauptsächlich die Interessen mittelständischer Kunden vertritt. Zudem bestehe das Preisgefälle zwischen Ost und West weiter.

Kein Vergleich zur Gasversorgung

Fernwärme sei in vielen Regionen nicht wettbewerbsfähig gegenüber einer alternativen Gasversorgung, so Dr. Volker Stuke, Geschäftsführer des VEA. Wie in den vergangenen Jahren hat der VEA die Bezugskonditionen in fast 100 Fernwärmeversorgungsgebieten für größere gewerbliche bzw. industrielle Kunden untersucht. Die VEA-Untersuchung zeigt zudem, dass das Preisniveau in den neuen Bundesländern immer noch deutlich über dem Westniveau liegt. "Kunden müssen für die gleiche Leistung im Osten durchschnittlich 22 Prozent mehr bezahlen", führt Stuke weiter aus. Dies sei ein weiterer Wettbewerbsnachteil für die bereits aufgrund höherer Strompreise belasteten neuen Länder.

Große Preisunterschiede je nach Region

Aber auch innerhalb der einzelnen Regionen bestünden erhebliche Preisunterschiede. So betrage der Preisunterschied zwischen günstigen Anbietern (z. B. Stadtwerke Hannover) und teuren Anbietern (z. B. Gas- und Wasserversorgung Fulda) mehr als 100 Prozent. Ein wesentlicher Grund für diese gewaltigen Preisunterschiede liege in der faktischen Monopolstellung des jeweiligen Anbieters. Hier müsse nach Ansicht des VEA schnellstmöglich die Öffnung der Fernwärmenetze für Dritte möglich sein, damit die Wettbewerbssituation für die Kunden deutlich verbessert werde.

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