Standpunkt

FDP: WWF-Kohleausstiegs-Forderung ohne jede Vision

Zur heutigen Vertragsstaatenkonferenz zum Klimaschutz und zur Forderung des WWF World Wide Fund for Nature (WWF) Deutschland, die Nutzung der Kohle zur Energieversorgung zu beenden, erklärt der Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion für Nachhaltige Entwicklung, Michael Kauch:

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

"Statt den Ausstieg aus der Kohle zu propagieren, müssen die Anstrengungen verstärkt werden, die Nutzung der Kohle zur Stromerzeugung nachhaltig zu machen. Notwendig ist dazu das Ende der Subventionierung der deutschen Steinkohle und eine intensivere Forschung für Kohlendioxidarme Kraftwerke. Die Wirkungsgrade müssen erhöht und Technologien zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid entwickelt werden. Eine solche Politik fordert auch der Rat für Nachhaltige Entwicklung in seinen Leitlinien zur Kohlepolitik.

Die Forderung des WWF ist kurzsichtig und ohne jede Vision. In der Tat ist die heutige Form der Kohlenutzung nicht nachhaltig: Milliarden werden in die deutsche Steinkohle gesteckt und der Kohlendioxid-Ausstoß der Kohlekraftwerke ist erheblich - beides geht zu Lasten kommender Generationen. Es gibt aber eine Perspektive für eine neue Generation von Kohlekraftwerken mit höheren Wirkungsgraden und der Möglichkeit, Kohlendioxid abzuscheiden, statt es in die Atmosphäre entweichen zu lassen.

Deutschland braucht ein Energiekonzept für die Zukunft. Energieeinsparung und erneuerbare Energien allein werden nicht reichen, um den Energiebedarf zu sichern. Auf fossile Energieträger werden wir mittelfristig nicht verzichten können. Daher muss es unser Ziel sein, die Nutzung der fossilen Energieträger so nachhaltig wie möglich zu gestalten. Die Bundesregierung ist gefordert, hier endlich die Forschung zu verstärken - und überhaupt einmal ein Energiekonzept vorzulegen.

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