Strahlenschutz

FDP: Wo bleiben Warnhinweise für Kinder beim Handy?

Nach Ansicht von Detlef Parr reicht es nicht aus, Strahlungswerte der einzelnen Geräte kommentarlos anzugeben.

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Angesichts der Erklärung der Mobilfunkbranche, für ihre Produkte die Strahlungswerte anzugeben, erklärte der Obmann der FDP im Gesundheitsausschuss, Detlef Parr:

"Nach Ankündigung der Mobilfunkhersteller sollen die Kunden zukünftig über die Strahlenbelastung ihrer neuen Handys informiert werden. Ab dem Sommer werden die Strahlungswerte der einzelnen Modelle in der Bedienungsanleitung angegeben. Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung. Aber es reicht nicht, die Angabe der Werte ohne jede Erläuterung in den Raum zu stellen.Die wichtigste Forderung lautet: Jedes verkaufte Handy muss einen Warnhinweis tragen, der auf mögliche gesundheitliche Risiken aufmerksam macht.

Die Wissenschaft hat zwar nicht bis ins letzte Detail nachgewiesen, dass Kinder und Jugendliche als Nutzer besonders gefährdet sind. In zahlreichen Studien verdichten sich jedoch die Hinweise, dass die hochfrequente Strahlung für den im Wachstum befindlichen jugendlichen Organismus im Kopfbereich besorgniserregend ist. Ich begrüße die Reaktion der Branchenriesen Motorola, Siemens, Ericsson und Nokia. Sie zeigt, dass auch die Industrie die Ergebnisse nationaler und internationaler Studien über die Gefahren des Elektrosmogs und möglicher Erkrankungen ernst nimmt.

Auch die Bundesregierung sollte sich diesem Problem stellen. Während in England die Handy-Hersteller schon seit Ende vergangenen Jahres verpflichtet sind, ihre Geräte als möglicherweise gesundheitsschädlich zu kennzeichnen, steht dieses Thema für die Gesundheitsministerin immer noch nicht auf der Tagesordnung. Es ist notwendig, vor allem die Eltern für diese Fragen sensibel zu machen."

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