Klage

Familienversicherung soll falsche Werbeversprechen gegeben haben

Täglich kündigen können, dass versprach die Deutsche Familienversicherung im Bezug auf eine Zahnzusatzversicherung in der Werbung. In dieser wurde offenbar nicht auf das Kleingedruckte verwiesen, das aber wesentliche Ausnahmen zum lockeren Kündigungsrecht enthalte, bemängelte der Bund der Versicherten und zieht nun vor Gericht.

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Henstedt-Ulzburg (dapd/red) - Der Bund der Versicherten (BdV) geht gegen die Deutsche Familienversicherung gerichtlich vor. Der Grund: Die Gesellschaft bewirbt ihre Zahnzusatzversicherung mit einem täglichen Kündigungsrecht, das im Kleingedruckten jedoch erheblich eingeschränkt wird.

Einschränkungen beim Kündigungsrecht in Werbung verschwiegen?

So ist das Kündigungsrecht für zwölf Monate ausgeschlossen, wenn ein Kunde seine Zahnzusatzversicherung bei der Deutschen Familienversicherung in Anspruch nimmt. Muss er in dieser Zeit einen weiteren Versicherungsfall melden, beginnt die Frist von neuem zu laufen.

Versicherung weist Abmahnung zurück - Fall landet jetzt vor Gericht

Das kann sich bis zu 36 Monate hinziehen. Diese Klausel steht nach Meinung des BdV der Werbeaussage entgegen, der Versicherer sieht das jedoch anders und hat eine Abmahnung nicht akzeptiert, so dass es jetzt zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommt.

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