Währung

Euro-Kurs steigt auf höchsten Stand seit drei Jahren

Der Euro gewinnt immer weiter an Wert. Erst in den vergangenen Tagen machte der Kurs der EU-Währung einen weiteren Sprung, so dass ein Stand von rund 1,2 US-Dollar erreicht wurde. Die Euro-Stärke kann dabei auf mehrere Ursachen zurückgeführt werden.

Euro© Eisenhans / Fotolia.com

Singapur - Der Euro hat am Donnerstag im frühen Handel seinen jüngsten Höhenflug fortgesetzt. Der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung kletterte bis auf 1,2440 US-Dollar und damit auf den höchsten Stand seit Dezember 2014. Bereits in den vergangenen Tagen hatte sich der Euro deutlich verteuert - alleine in dieser Woche stieg der Kurs um rund zwei Cent.

Euro-Kurs lag Anfang 2017 nur knapp über der Parität

Vor einem Jahr hatte der Euro mit 1,07 Dollar nur knapp über der Parität gestanden. Doch er gewann 2017 nach seinem Jahrestief von 1,05 Dollar nach und nach an Wert, wobei sich der Anstieg in der zweiten Hälfte beschleunigte.

Was treibt den Kurs nach oben?

Jüngster Kurstreiber waren Maßnahmen der US-Regierung unter Präsident Donald Trump. Die größte Volkswirtschaft der Welt will künftig importierte Waschmaschinen und Solarmodule mit hohen Strafzöllen belegen. Die protektionistische Politik von Trump schürte am Devisenmarkt die Furcht vor einem Handelskrieg. "Trump trampelt auf dem Dollar herum", fasste Devisenexpertin Antje Praefcke von der Commerzbank die Marktentwicklung zusammen.

Die aktuelle Euro-Stärke wird aber auch ein Stück weit durch Spekulationen begründet, wonach die EZB im Rahmen ihrer Zinssitzung am Donnerstag Hinweise auf eine schnellere Abkehr von ihrer extrem lockeren Geldpolitik geben könnte. Mit Spannung wird erwartet, inwieweit sich EZB-Präsident Mario Draghi auf der Pressekonferenz nach der Zinssitzung zur jüngsten Euro-Stärke äußern wird.

Das Land hängt stark von der Exportwirtschaft ab und für die wird es bei einer eigenen stärkeren Währung tendenziell schwieriger Geschäfte im Ausland zu machen - beziehungsweise es kommt weniger von den oft in Dollar abgerechneten Ausfuhren in der eigenen Gewinn- und Verlustrechnung an.

Quelle: DPA

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