DSL für alle

EU will Wettbewerb im DSL-Markt ankurbeln

Einem Zeitungsbericht zufolge will die EU-Kommission die Öffnung des Breitbandmarktes deutlich forcieren. So seien rechtliche Schritte auch gegen Deutschland geplant, sollten die Wettbewerber nicht mehr Chancen erhalten.

Datenübertragung© Ariusz / Fotolia.com

Die Europäische Kommission will angeblich den Wettbewerb auf dem Markt für Hochgeschwindigkeitszugänge zum Internet ankurbeln. Das schreibt die Financial Times Deutschland unter Berufung auf ein internes Papier, das die Zeitung habe einsehen können. Demnach ziehen die europäischen Wettbewerbshüter rechtliche Schritte gegen Deutschland, Großbritannien und Spanien in Erwägung, sollte der Markt für schnelle Internetzugänge nicht weiter für Wettbewerber geöffnet werden.

Besonders vergrätzt zeigte sich die Kommission offenbar über die Entdeckung der Langsamkeit bei der Umsetzung wettbewerbsfreundlicher Maßnahmen. Nach dem Bericht können neue Betreiber nur 0,5 Prozent aller Leitungen in der EU nutzen, wenn sie einen DSL-Zugang durch konventionelle Kupferleitungen anbieten wollen. Angesichts der problematischen Lage, in der sich viele Telefonanbieter befänden, sei keinesfalls eine Lockerung der EU-Bestimmungen geplant. Ganz im Gegenteil: Brüssel plant dem Bericht zufolge ganz offenbar eine härtere Gangart mehreren nationalen Regierungen und TK-Größen gegenüber.

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