Beschluss

EU will CO2-Ausstoß von Autos realitätsnäher messen

Die Europäische Union zieht Konsequenzen aus der jahrelangen Diskussion um zu niedrige Angaben über den CO2-Ausstoß von Autos. Ein Sprecher der EU-Kommission sagte den "Stuttgarter Nachrichten" (Donnerstagsausgabe), das bisherige Testverfahren werde "vor Ende des Jahres 2013" überarbeitet.

05.08.2010, 10:02 Uhr
Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Stuttgart (ddp/red) - Die EU will dabei nicht nur die Testbedingungen an den tatsächlichen Fahrbetrieb annähern, sondern auch neuen Antriebstechnologien wie etwa Hybriden Rechnung tragen.

Bisher wird nach Informationen der Zeitung bei der Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotoren lediglich der Verbrauch von Kraftstoff, nicht aber der von Strom, berücksichtigt. Dies führe bei Modellen, deren Batterie an der Steckdose aufgeladen werden kann, zu falschen Ergebnissen.

Der Leiter des Instituts für Automobilwirtschaft an der Hochschule Nürtingen-Geislingen, Willi Diez, sagte dem Blatt, die Aussagefähigkeit des EU-Verfahrens sei daher "sehr, sehr beschränkt". Zwei Drittel des in Deutschland verbrauchten Stroms werden aus Kohle, Öl oder Gas hergestellt und belasten die Atmosphäre somit ebenso mit CO2 wie Verbrennungsmotoren.

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