Grünes Licht

EU nickt Suchmaschinendeal von Microsoft und Yahoo ab

Eine wohl große Hilfe im Kampf gegen den Giganten Google: Der US-Softwarekonzern Microsoft hat in Europa grünes Licht für die geplante Übernahme der Suchmaschinensparte von Yahoo erhalten.

19.02.2010, 08:54 Uhr
Datenübertragung© Ariusz / Fotolia.com

Brüssel (ddp/red) - Der Kauf der Geschäftsbereiche Internetsuche und Suchmaschinenanzeigen von Yahoo werde den Wettbewerb in der Region nicht wesentlich behindern, da der Konkurrent Google den Markt beherrsche, teilte die EU-Kommission am Donnerstag mit.

Kampf gegen Google

Im europäischen Wirtschaftsraum seien Microsoft und Yahoo in der Internetsuche und in der Suchmaschinenwerbung mit gemeinsamen Marktanteilen von weniger als zehn Prozent nur schwach vertreten, Google dagegen habe Marktanteile von mehr als 90 Prozent.

Die Konditionen

Durch die Vereinbarung zwischen Microsoft und Yahoo erwirbt der Softwarekonzern eine auf zehn Jahre befristete ausschließliche Lizenz für die Suchtechnologien von Yahoo. Der US-Internetkonzern wird für seine Internetsuche und Online-Suchanzeigen fortan nur noch die Suchtechnik von Microsoft verwenden. Im Gegenzug wird Microsoft zwölf Prozent der Sucheinnahmen behalten, die in den ersten fünf Vertragsjahren über die Websites von Yahoo und deren Partnern erzielt werden, und 88 Prozent als sogenannte "Traffic Acquisition Costs" an Yahoo zahlen.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Google Suche

    Google: Kartellstreit steht vor Lösung

    Der jahrelange Wettbewerbsstreit zwischen dem Internetkonzern Google und der EU-Kommission nähert sich einer Lösung. Google zeigt sich kompromissbereit und dürfte um eine Strafzahlung herumkommen.

  • Stromnetz Ausbau

    EU stellt Zuschuss für Alpha Ventus in Frage

    Die Europäische Kommission und Deutschland sind uneins über Staatshilfe für den neuen Hochsee-Windpark Alpha Ventus in der Nordsee. Die Brüsseler Behörde blockiere einen Zuschuss von 30 Millionen Euro für das Pionierprojekt, das am Dienstag eingeweiht wurde.

  • Festnetzanschluss

    EU erlaubt OTE-Übernahme durch Deutsche Telekom

    Die Europäische Kommission hat die geplante Übernahme des griechischen Telekomkonzerns OTE durch die Deutsche Telekom genehmigt. Die Transaktion sei keine Gefahr für den Wettbewerb in Europa, teilte die Brüsseler Behörde mit.

  • Energieversorung

    EU genehmigt Joint Venture zwischen Netzbetreibern und Energiebörsen

    Die EU-Kommission hat grünes Licht für die Gründung des Joint Ventures "European Market Coupling Company" (EMCC) gegeben. Dieses soll Engpassmanagement-Dienstleistungen für grenzüberschreitende Stromübertragungsnetze durch Marktkopplung zwischen Deutschland und Skandinavien erbringen und eine Plattform für den Sekundärhandel mit Übertragungsrechten bieten.

  • DSL-Geschwindigkeit

    Microsoft einigt sich mit der EU-Kommission

    Nach einem insgesamt drei Jahre andauernden Streit, der für Microsoft eine Wettbewerbsstrafe von 500 Millionen Euro zur Folge hatte, hat der Konzern nun angekündigt, die Forderungen der EU-Kommission doch zu erfüllen.

Top