Preissteigerungen

Erste Fluglinie kassiert für zusätzliche Pfunde

Immer wieder fallen so genannte Billigflieger mit sehr kreativen Zusatzkosten auf, die so manches Mal den vermeintlichen Niedrigpreis ziemlich in die Höhe treiben.

Flugzeug© spooh / iStockphoto.com

Immer wieder fallen so genannte Billigflieger mit sehr kreativen Zusatzkosten auf, die so manches Mal den vermeintlichen Niedrigpreis ziemlich in die Höhe treiben. Kürzlich hat erstmalig eine pazifische Airline bekannt gegeben, den Preis für einen Flug ab sofort nach dem Gewicht der Passagiere zu berechnen.

Flugpreis nach Gewicht, nicht nach Platz

Samoa Air ist keine sehr bedeutsame Fluglinie, sie fliegt ausschließlich mit kleinen Maschinen vom Typ Cessna, die Platz für maximal zehn Passagiere bieten. Doch jetzt hat es das pazifische Unternehmen in die überregionalen Schlagzeilen geschafft. Und zwar berechnet Samoa Air seit kurzem die Flugpreise nach Gewicht - was erwartungsgemäß ein gerüttelt Maß an Entrüstung hervorrief. Für jedes Kilo, das ein Passagier auf die Waage bringt, werden Medienberichten zufolge zwischen 44 Dollar-Cent und 1,97 Dollar fällig - kurze Flüge sind billiger, längere teurer. Das Gepäck wird ebenfalls gewogen. Im Klartext: Schlanke Passagiere mit geringer Körpergröße und wenig Gepäck fliegen deutlich günstiger.

Kerosinverbrauch stark abhängig vom Gewicht

Dass Fluggesellschaften wegen des Kerosinverbrauchs eigentlich wirklich mit jedem Kilo rechnen müssen und Übergepäck seit jeher separat abrechnen, ist nicht neu. Dass nun aber eine Airline das Faktum des Gewichts in den Mittelpunkt stellt, schon - wobei Samoa Air wirklich nur das Gewicht berechnet, nicht aber die Zahl der Sitzplätze. Das bedeutet zum Beispiel, dass Familien mit kleinen Kindern deutlich günstiger als bisher wegkommen. Insofern ist dieses System zumindest nicht ungerechter als die Praxis vieler Billigheimer, sowohl für den Sitz als auch für jedes Gepäckstück zu kassieren, wenngleich schwergewichtige Passagiere so eindeutig im Nachteil sind.

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