Atomkraft

Erneuter Zwischenfall im französischen AKW Flamanville

Im Atomkraftwerk Flamanville steht bereits seit mehreren Wochen Reaktor 1 still. Wegen einem Leck im Kühlsystem musste auch Reaktor 2 abgeschaltet werden. Frankreich betreibt noch insgesamt 58 Reaktoren.

FrankreichDrei Viertel der in Frankreich produzierten Elektrizität kommt aus Kernkraftwerken.© Kristina Afanasyeva / Fotolia.com

Flamanville - Der Reaktor 2 des französischen Atomkraftwerks Flamanville am Ärmelkanal ist nach einem Leck im Kühlkreislauf vom Netz genommen worden. Der Betreiber EDF teilte am Montag mit, der Zwischenfall betreffe den nicht-nuklearen Teil der Anlage. Techniker seien im Einsatz, um den Schaden zu reparieren. Der Kreislauf werde mit Meerwasser betrieben.

Reaktor 1 ist noch immer nicht wieder am Netz

Erst im Februar war der Reaktor 1 der Nuklearanlage in der Normandie nach einem Brand vom Netz genommen worden. Dieser werde nicht vor Ende des Monats wieder in Betrieb gehen, berichtete der französische Sender France Info.

Neuer Reaktor in Flamanville

Die beiden 1985 und 1986 ans Netz gegangenen Reaktoren haben eine Leistung von jeweils 1.300 Megawatt. In Flamanville wird zudem ein neuer Reaktor des Typs EPR (Europäischer Druckwasserreaktor) gebaut - das Projekt macht immer wieder Schlagzeilen, weil es sich bereits mehrfach verzögerte.

Atomenergie in Frankreich

In Frankreich gibt es immer wieder Zwischenfälle in Atomkraftwerken. Das Land betreibt 58 Reaktoren zur Stromproduktion, drei Viertel seiner Elektrizität kommen aus Kernkraft.

Quelle: DPA

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