Rückgang

Erneut schlittern weniger Privatleute in die Insolvenz

Die Zahl der Privatleute, die in Deutschland Insolvenz angemeldet haben, ist erneut gesunken. Der Trend soll sich Experten zufolge aufgrund der positiven Lage am Arbeitsmarkt weiter fortsetzen.

GeldproblemeIm ersten Quartal waren 25.649 Deutsche von einer Insolvenz betroffen.© WavebreakmediaMicro / Fotolia.com

Hamburg - Immer weniger Privatleute müssen in Deutschland den Gang zum Insolvenzgericht antreten. Auch dank der weiter sinkenden Arbeitslosigkeit hat sich nach Angaben der Hamburger Wirtschaftsauskunftei Bürgel dieser Trend auch in den ersten drei Monaten des Jahres fortgesetzt. Demnach waren im ersten Quartal 25.649 Bundesbürger von einer Insolvenz betroffen, 3,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Bürgel erwartet auch im Gesamtjahr einen Rückgang, das wäre der sechste in Folge. Aktuell werden für 2016 rund 103.000 private Insolvenzen erwartet, der niedrigste Stand seit 2005.

Gefahr für Insolvenz sinkt mit steigenden Reallöhnen

Mit der positiven Lage am Arbeitsmarkt gehe auch die Entwicklung bei den Privatinsolvenzen einher, berichtete Bürgel-Geschäftsführer Norbert Sellin am Montag. "Je höher die Realeinkommen der Bürger sind, desto niedriger ist die Gefahr von Privatinsolvenzen." Die durchschnittliche Schuldenlast der Betroffenen lag bei 32.500 Euro.

Quelle: DPA

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