Wettbewerb überfällig

Erdgas: Innerhalb eines Jahres fast ein Drittel teurer

Die aktuelle VEA-Studie hat 39 Versorgungsgebiete näher untersucht und dabei Preisunterschiede von knapp 30 Prozent zwischen günstigstem und teuerstem Versorger festgestellt. Die Preiserhöhungen für den Kunden seien dabei wesentlich höher ausgefallen als die Steigerungen bei den Importpreisen der Energieversorger.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Hannover (red) - "Die aktuelle Preisentwicklung beim Erdgas ist schon dramatisch zu nennen", fasste Dr. Volker Stuke, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) die Ergebnisse des jüngsten VEA-Erdgaspreisvergleichs zusammen. Mittelständische Industrieunternehmen müssten durchschnittlich 30 Prozent höhere Kosten verkraften. "Nach wie vor ist der deutsche Gasmarkt von monopolistischen Strukturen und nicht von Wettbewerb bestimmt", führte Stuke aus. Wie vor Öffnung des Gasmarkts würden die Gaspreise maßgeblich von der Heizölpreisentwicklung beeinflusst.

Die aktuelle VEA-Studie (Preisstand April 2005) hat 39 Versorgungsgebiete näher untersucht und dabei Preisunterschiede von knapp 30 Prozent zwischen günstigstem und teuerstem Versorger festgestellt. Die Preiserhöhungen für den Kunden seien dabei wesentlich höher ausgefallen als die Steigerungen bei den Importpreisen der Energieversorger, bemängelte der Verband. "Das bedeutet, dass der Verbraucher derzeit vor allem für zusätzliche Gewinne der Gasversorgungswirtschaft bezahlt", vermutete Stuke. Er empfiehlt allen Gaskunden, die individuellen Bezugskonditionen zu prüfen und vom Versorger Preiszugeständnisse zu verlangen.

Der VEA hat dabei festgestellt, dass die Bereitschaft zu Preisnachlässen immer dann besonders ausgeprägt ist, wenn der Kunde über Wettbewerbsangebote verfüge.

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