Preissteigerungen

Energiewende sei schuld an Preissteigerungen bei der Bahn

Die nächste Preisrunde kommt, und der Schuldige steht auch schon fest: die Energiewende.

öffentlicher Nahverkehr© Henlisatho / Fotolia.com

Die nächste Preisrunde kommt, und der Schuldige steht auch schon fest: die Energiewende. Bahnchef Rüdiger Grube hat in einem Interview höhere Fahrpreise für Bahnkunden angedeutet und dies mit den gestiegenen Kosten für erneuerbare Energien begründet. So sei ja die ICE-Flotte bereits auf Ökostrom umgestellt worden, sagte Grube.

Umfang der Preiserhöhung noch unbekannt

Von "erheblichen Zusatzkosten" hat Bahnchef Grube am Montag gegenüber der Bild-Zeitung gesprochen, die man nicht so einfach stemmen könne und die sich nicht ignorieren ließen. Neben der steigenden Umlage für Ökostrom seien allerdings auch neue Tarifabschlüsse für die gestiegenen Kosten verantwortlich. Wie stark die Preiserhöhung ausfallen soll, wollte oder konnte Grube noch nicht sagen. Im Herbst wisse man mehr, hieß es.

Viele Züge fahren immer noch mit Kohle- oder Atomstrom

Grube wies erneut darauf hin, dass inzwischen die gesamte ICE-Flotte auf Ökostrom umgestellt worden sei. Alleine das habe Folgekosten von 100 Millionen Euro, sagte Grube. Kunden, die ökologisch reisen wollten, würden de facto dafür bestraft, so der Bahn-Chef weiter. Politiker der Grünen wiesen hingegen darauf hin, dass viele Züge, womöglich sogar der "weitaus größere Teil", weiterhin Strom aus atomaren oder fossilen Quellen beziehe. Deshalb sei es nicht korrekt, eine drohende Preiserhöhung mit der gestiegenen EEG-Umlage zu begründen - von der die Bahn im Übrigen größtenteils befreit sei, anders als private Stromverbraucher in Deutschland.

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