Marktmechanismen schwächen

Energieagentur warnt vor Preisauftrieb durch "Gas-Kartell"

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat die Pläne für eine sogenannte Gas-Opec kritisiert. Der Zusammenschluss nach dem Vorbild der Erdöl exportierenden Staaten würde die Marktmechanismen erheblich schwächen, sagte IEA-Chefökonom Fatih Birol laut einem Vorabbericht des "Spiegel".

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (ddp/sm) - In der vergangenen Woche hatten sich Katar, Iran und Russland auf eine engere Koordination verständigt. Die drei Länder verfügen dem Bericht zufolge über 55 Prozent der weltweiten Gasvorkommen.

Birol befürchtet als Folge des Zusammenschlusses eine treibende Preiswirkung. Zwar bestünden langfristige Lieferverträge. Doch da jährlich Verträge endeten, könnten die Produzenten nach und nach die Konditionen ändern und sich dabei abstimmen.

Möglicherweise werde das "Gas-Kartell" so aber zu einem Eigentor der drei Staaten. Verbraucherländer würden es sich dann überlegen, weiterhin Gaskraftwerke zu errichten oder auf andere Energieträger zu setzen, sagte Birol.

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