Strom sparen!

Energie-Effizienzkampagne startet in neue Runde

Während die steigenden Strompreise zur Zeit die öffentliche Diskussion prägen, wird nach Ansicht der Initiative EnergieEffizienz zu wenig über die vielfältigen Möglichkeiten gesprochen, Strom effizienter zu nutzen. Mit einer neuen Kampagne will sie erneut auf vorhandene Einsparungspotenziale hinweisen.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Die Initiative EnergieEffizienz ist eine Kooperation zwischen der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) und den Energieversorgungsunternehmen EnBW, E.ON, RWE und Vattenfall Europe und wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit. Sie will mit einer bundesweiten Kampagne gezielt über die vorhandenen Effizienzpotenziale in privaten Haushalten, Gewerbe und Industrie sowie im Dienstleistungssektor informieren.

"Die Preise für das Qualitätsprodukt Strom werden weiter anziehen. Ursache hierfür sind stark ansteigende Weltmarktpreise für Kohle, Erdöl und Erdgas, die notwendigen Investitionen in hocheffiziente Kraftwerke für eine klimafreundliche, risikoarme Stromerzeugung und in die Aufrechterhaltung der hohen Versorgungssicherheit. Deshalb ist es unverständlich, dass immer noch ein solch hohes wirtschaftliches Einsparpotenzial von den Nutzern nicht ausgeschöpft wird", sagte dena-Geschäftsführer Stephan Kohler anlässlich der Jahrestagung "Stromeffizienz 2005" in Berlin. Das wirtschaftliche Einsparpotenzial in Industrie, Handel und Gewerbe liegt nach dena-Angaben bei rund 20 Prozent und in privaten Haushalten sogar bei bis zu 35 Prozent.

Mit zielgruppenspezifischen Angeboten unterstützt und berät die dena bei der Erschließung von Stromeffizienzpotenzialen. Dazu gehören auch Hilfestellungen bei der Beschaffung energieeffizienter Bürogeräte, Informationen, wie Verbraucher ihren Strombedarf reduzieren können, aber auch maßgeschneiderte Instrumente für Industrieunternehmen zur Steigerung der Stromeffizienz, so die Agentur.

Zum Thema Stromeffizienz in privaten Haushalten ist laut dena seit Kampagnenbeginn 2002 ein Netzwerk mit über 8.000 Partnern entstanden, darunter der Einzelhandel, das Elektrohandwerk sowie Energieagenturen, Verbraucherzentralen und Kommunen.

Mehr Informationen zur Initiative EnergieEffizienz und ihren Projekten im Internet.

Weiterführende Links
Das könnte Sie auch interessieren
  • Energiekosten

    Großes Sparpotenzial beim Stromsparen in energieeffizienten Gebäuden

    Beim Stromsparen können Haushalte ihre Kosten um mehrere hundert Euro senken. Aber gerade bei modernen und energieeffizienten Gebäuden kommt dem sparsamen Umgang mit Strom eine größere Bedeutung, erklärt Energieversorger Polarstern.

  • Klima

    CO2-Steuer: Energiebranche kontert mit eigenen Modellen

    Zur CO2-Steuer legte Umweltministerin Svenja Schulze erst kürzlich ein Konzept vor. Dabei sollen Kraftstoffe, Heizöl und Erdgas stärker besteuert und Bürger über eine Klimaprämie wieder entlastet werden. Die Energiebranche wirbt mit eignen Konzepten.

  • Strom sparen

    Internationale Konferenz beschließt weiteren Ausbau erneuerbarer Energien

    Mehr als 1000 Teilnehmer aus über 100 Ländern nahmen zu Beginn der Woche an einer Konferenz zum Ausbau erneuerbarer Energien in China teil, darunter 30 Minister, Vertreter internationaler Organisationen, der Wissenschaft und der Industrie. Sie verabschiedeten die "Pekinger Erklärung".

  • Energieversorung

    Capgemini erwartet neue Fusionswelle im Energiemarkt

    Die Management- und IT-Beratung Capgemini hat ihren siebten European Energy Market Observatory-Bericht vorgelegt. Fazit: In den nächsten zwölf Monaten wird es weitere Firmenübernahmen im europäischen Energiemarkt geben, die elf führenden europäischen Konzerne besitzen die für Übernahmen nötige Finanzkraft.

  • Hochspannungsmasten

    Trittin zieht positive Zwischenbilanz des Emissionshandels

    In einem Interview mit der Zeitung "Die Welt" hat der geschäftsführende Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) eine positive Zwischenbilanz des Emissionshandels gezogen. "Der Emissionshandel hat sich als ein Motor für Modernisierung und Erneuerung in der Energiewirtschaft erwiesen", so Trittin.

Top