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EnBW schließt "Powerline"-Ausbau vorerst ab

Die Energie Baden-Württemberg AG hat den Ausbau des Highspeed-Internetzugangs "EnPowerline" erfolgreich abgeschlossen - mit Ellwangen kann erstmals ein komplettes Stadtgebiet über die Stromleitung surfen.

DSL-Geschwinidgkeit© nobelium / Fotolia.com

Die Energie Baden-Württemberg AG hat das Projekt "EnPowerline", den Highspeed-Internetzugang übers Stromnetz, abgeschlossen - vorerst zumindest. Der weitere regionale Ausbau wird sich an den Erfahrungen orientieren, die das Unternehmen mit "EnPowerline" in Ellwangen (Baden-Württemberg) macht. Dort nämlich können alle interessierten Haushalte mittlerweile über die Steckdose surfen - rund 500 Haushalte und Kleinbetriebe sind angeschlossen.

Ab Juni schon werden 700 Kunden über "EnPowerline" durchs World Wide Web surfen. Bundesweit wurde erstmals ein gesamtes Stadtgebiet mit einer Datenübertragung über das Stromnetz erschlossen. Rund 7500 potenzielle Kunden werden mit dem "EnPowerline"-Anschluss erreicht. Davon haben sich bis heute etwa zehn Prozent für die innovative Übertragungstechnologie entschieden. Das Preis-Leistungsverhältnis von "EnPowerline" ist mit seinem Einstiegstarif von 14,90 Euro im Monat und einer Übertragungsrate von bis zu zwei Megabit vergleichsweise günstig. Das Angebot werde hauptsächlich von Internet-Newcomern nachgefragt, teilte die EnBW mit.

Die Ausbauarbeiten am Stromnetz in Ellwangen erfolgten an rund 80 Ortsnetzstationen, in die die EnPowerline-Basisstationen des Schweizer Herstellers Ascom installiert wurden. Diese Geräte verwandeln die aus dem breitbandigen Telekommunikationsnetz kommenden Signale in Frequenzen im Megahertz-Bereich, die wiederum auf die 400-Volt-Niederspannungskabel aufmoduliert werden. Gemeinsam mit dem Strom überwinden die Daten die "letzte Meile" zum Kunden und können mit Hilfe eines Steckdosen-Modems an jeder Steckdose im Haus "abgezapft" werden.

Schon im vergangenen Jahr wurde das Stromnetz der Stadt Ellwangen mit "EnPowerline"-Geräten ausgerüstet. Die Markteinführung war ursprünglich für Herbst 2001 geplant, doch aufgrund technischer Probleme entschloss sich die EnBW seinerzeit, den Ausbau zugunsten von Produktverbesserungen zu stoppen.

Die Aktivitäten beim weiteren regionalen Ausbau von "EnPowerline" im öffentlichen Stromnetz werden nach Auskunft des Unternehmens in erster Linie von den praktischen Erfahrungen in Ellwangen und vor allem von der Wirtschaftlichkeit bestimmt. Die Entwicklung auf dem Telekommunikationsmarkt und die Preise für alternative Zugangstechniken spielen dabei die entscheidende Rolle. An diesen Rahmenbedingungen müssten sich auch die Partnerunternehmen der EnBW und die Stadtwerke orientieren, die nach wie vor ein großes Interesse an "EnPowerline" hätten, so die EnBW abschließend.

Weiterführende Links
  • Die Website von "EnPowerline"
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