Überschwemmung

Elementarversicherung: Nicht alle Schäden sind versichert

Wie jetzt eine Entscheidung des Oberlandesgerichts in Karlsruhe gezeigt hat, sind doch nicht alle Schäden rund ums Haus mit einer Elementarversicherung abgedeckt. Grundlegend für die Zahlung ist demnach die Definition des Schadens, denn nicht jede Ansammlung von Wasser kann als Überschwemmung kategorisiert werden, meinten die Richter.

22.11.2011, 10:00 Uhr
Absicherung© DOC RABE Media / Fotolia.com

Karlsruhe (dapd/red) - Wer eine Elementarschadenversicherung zur Wohngebäudeversicherung abschließt, glaubt sich rundum gut versichert. Allerdings zeigt eine Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe, dass damit keinesfalls alle Schäden abgedeckt sind.

Wasser aus Lichtschacht führte zu Überschwemmung

Im vorliegenden Fall hatte sich nach einem Starkregen Wasser in einem Lichtschacht gesammelt, das im Keller zu einer Überschwemmung führte. Die Versicherung wollte den Schaden jedoch nicht zahlen. Eine Überschwemmung setzt nach Einschätzung der Versicherung nämlich voraus, dass eine so große Menge Wasser auf dem Grundstück niedergeht, dass das Wasser nicht mehr erdgebunden sei.

Urteil: Keine "richtige" Überschwemmung

In dem Fall lief jedoch nur der Lichtschacht voll, so dass keine Überschwemmung anzunehmen sei. Die Versicherung konnte sich mit dieser Auffassung durchsetzen. Der Begriff der Überschwemmung sei so auszulegen, wie er im allgemeinen Sprachgebrauch verstanden werde, dass nämlich eine trockenliegende Bodenfläche mit Wasser bedeckt wird. Läuft das Wasser aber nur in den Lichtschacht, ist das nach Ansicht der Richter keine Überschwemmung, so dass die Versicherung nicht einstehen muss.

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