Studie

Elektroautos könnten Großteil der Pkw-Fahrleistung abdecken

Auf Deutschlands Straßen könnten klimafreundliche Batterie-Fahrzeuge mit einer Reichweite bis 150 Kilometer einer Studie zufolge Mitte des Jahrhunderts den Großteil der Pkw-Fahrleistung abdecken. Voraussetzung dafür ist aber der Umbau des Energiesystems.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Bonn/Potsdam (afp/red) - Dies lasse sich mit einem Ausstoß an klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2) von 30 bis 40 Gramm pro Kilometer bewerkstelligen und damit mit einem Bruchteil der heutigen CO2-Emissionen, erklärten die Entwicklungsorganisation Germanwatch und das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) am Montag. Voraussetzung sei allerdings, dass das Energiesystem hin zu erneuerbaren Energie umgebaut werde.

Erneuerbare Energien für Elektroautos

Einen deutlichen Sprung mache die Klimaverträglichkeit der Elektrofahrzeuge, wenn die Umstellung der Stromversorgung auf erneuerbare Energieträger rasch vorankommen, hieß es weiter. So ermögliche ein Szenario, das stark auf erneuerbare Energie setze bei der Stromerzeugung im Jahr 2030 nur noch Emissionen von durchschnittlich 300 Gramm CO2 pro Kilowattstande vor.

Elektroautos für die meisten Fahrer geeignet

Die Emissionen der strombetriebenen Autos liege dann nur noch bei 30 bis 80 Gramm CO2 pro Kilometer, bei der Annahme von reinen Batteriefahrzeugen als Stadtautos sogar nur bei 30 bis 45 Gramm pro Kilometer. "Mit Reichweiten von 100 bis 150 Kilometer pro Batterieladung wären solche Fahrzeuge für die täglichen Fahrstrecken von über 80 Prozent der Autofahrer in Deutschland geeignet", erklärte Jette Krause vom PIK, Autorin der Studie.

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