Mehrkosten

EEG: 1,9 Milliarden Euro für 29 Milliarden Kilowattstunden

Im vergangenen Jahr wurden laut VDEW etwa 29 Milliarden Kilowattstunden Ökostrom erzeugt. Nach dem gesetzlichen Vorschriften aus dem EEG erhielten die Erzeuger dafür 9,13 Cent pro Kilowattstunde, obwohl der "Marktwert" knapp drei Cent betrug. Für die Verbraucher entstanden dadurch Mehrkosten von 1,9 Milliarden Euro.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (red) - Knapp 29 (2002: 25) Milliarden Kilowattstunden Ökostrom verkauften Stromerzeuger im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im vergangenen Jahr. Die damit verbundenen Mehrkosten für die Verbraucher stiegen im gleichen Zeitraum um 19 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro, meldet der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW).

Der Marktwert des eingespeisten Stroms betrug 2003 knapp drei Cent pro Kilowattstunde, schätzt VDEW. Die Einspeiser erhielten nach den gesetzlichen Vorschriften aus dem EEG allerdings durchschnittlich 9,13 Cent je Kilowattstunde eine dreimal höhere Vergütung.

Seit dem Inkrafttreten des EEG habe sich die Belastung daher mehr als verdoppelt: Im Jahr 2000 zahlten die Verbraucher für die Förderung von Strom aus erneuerbaren Energien 0,9 Milliarden Euro bezahlen, berichtet der VDEW.

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