Forderungen

eco kritisiert "Stillstand" bei der Breitband-Versorgung

Der Verband der deutschen Internetwirtschaft nimmt derzeit einen Stillstand bei der Breitband-Versorgung wahr und mahnt, die Lücken zu schließen. Das betreffe insbesondere den Ausbau der Technik in kleineren Orten. Dabei bestünden mittlerweile zahlreiche Alternativen zu T-DSL.

03.04.2007, 11:20 Uhr
Frau am PC© Dmitry Ersler / Fotolia.com

Der Verband der deutschen Internetwirtschaft (eco) übt scharfe Kritik an der DSL-Versorgung in Deutschland und will seine Aufklärungskampagne hinsichtlich alternativer Technologien intensivieren. "Die weißen Flecken im Bundesgebiet sind nicht wesentlich kleiner geworden", meint eco-Geschäftsführer Harald A. Summa.

Ländliche Gebiete werden ausgeschlossen

Ausschlaggebend hierfür sei, dass immer noch ganze Gewerbe- und Stadtgebiete sowie kleinere Orte von der DSL-Versorgung abgeschnitten sind. Dieser Missstand müsse schleunigst beseitigt werden. Die Aufklärungsarbeit des Verbandes bezieht sich vor allem darauf, dass Breitband-Internet immer noch mit T-DSL gleichgesetzt werde, obwohl es mittlerweile zahlreiche Alternativen gebe, die für eine weitere Verbreitung des Highspeed-Internets sorgen könnten.

Alternativen wahren

Allerdings seien Unternehmen - ebenso wie Kommunen und Verbraucher - gefordert, sich intensiv mit diesen Alternativen zu beschäftigen. "Noch länger auf eine Versorgung mit T-DSL zu warten, kostet nur Zeit. Die Deutsche Telekom wird den Ausbau an Standorten, die ihr nicht wirtschaftlich erscheinen, auch zukünftig ablehnen. Wir erleben zurzeit einen echten Stillstand", so Summa. Der eco-Geschäftsführer nennt Alternativen: So lasse sich der schnelle Internet-Zugang beispielsweise via Satellit, Richtfunk, WiMAX, über eine SDSL-Standleitung oder auch über den herkömmlichen Stromanschluss realisieren.

Ausführliche Infos zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
  • Mann Laptop

    Über eine Million deutsche Haushalte noch ohne DSL

    Nach wie vor können mehr als eine Million deutsche Haushalte kein terrestrisches DSL bekommen, und daran wird sich auch künftig nicht viel ändern. Die Regierung empfiehlt betroffenen Kommunen, stärker auf Alternativtechnologien wie WiMAX zu setzen.

Top