Bilanz

E.on: Weniger Heizkosten durch milden Winter

Verbraucher müssen durch den sehr milden Winter in diesem Jahr weniger Heizkosten zahlen. Berechnungen von E.on zufolge spart eine Familie in Norddeutschland rund 100 Euro. Im Süden Deutschlands ist die Ersparnis etwas geringer.

02.03.2020, 10:47 Uhr
Heizung© Eisenhans / Fotolia.com

Der Winter zeigte sich in diesem Jahr von einer ungewöhnlichen Seite. Nach Auswertungen des Energieanbieters E.ON machten sich geringere Heizkosten positiv im Geldbeutel der Verbraucher bemerkbar, während Sturmtiefs und Orkane für neue Windstrom-Rekorde sorgten.

Milder Winter: Verbraucher sparen bis zu 100 Euro

Insgesamt wurde der Winter von überdurchschnittlich milden Temperaturen bestimmt. Vom Beginn der Heizperiode im Oktober bis Ende Februar war es in Deutschland insgesamt 1,9 Grad wärmer als im Mittel der vergangenen zehn Jahre. Besonders warm war es im Februar, in diesem Monat lag die Temperatur knapp vier Grad über dem Durchschnitt. "Eine norddeutsche Familie, die mit Erdgas heizt, konnte in der diesjährigen Heizperiode damit durchschnittlich rund 100 Euro Heizkosten sparen", erklärt Victoria Ossadnik, Vorsitzende Geschäftsführerin der E.ON Energie Deutschland. Für süddeutsche Haushalte fällt die Ersparnis – nicht zuletzt aufgrund des regional kälteren Winters – mit rund 80 Euro etwas geringer aus.

Zahlreiche Windstrom-Rekorde zum Jahresstart

Neben den milden Temperaturen zeichnete sich der Winter auch durch zahlreiche Sturmtiefs und starke Böen aus, die die Windräder auf See und an Land kräftig antrieben. So wurde allein durch das Sturmtief "Yulia" Ende Februar mit 46,2 Gigawatt in der Spitze ein neuer Einspeiserekord erreicht. "Insgesamt erzeugten die Windräder in Deutschland seit Anfang November 2019 über 56 Milliarden Kilowattstunden Strom – mehr als jemals zuvor in einem Winter und genug, um die Hälfte aller deutschen Haushalte für ein Jahr mit Strom zu versorgen", ordnet Ossadnik ein.*

Hinweise zur Datengrundlage

*Angenommener durchschnittlicher Haushaltsverbrauch im Jahr: 2.500 kWh, Zahl der Haushalte in Deutschland: 41 Mio.

Die Berechnungen stammen von E.on-Analysten aus München, die auf Grundlage von Daten der Bundesnetzagentur, Wetterprognosen sowie erwarteten Energiemengen im Strommarkt rund um die Uhr und tagesaktuell erneuerbare Energien vermarkten.

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