Wird aber auch Zeit!

e.dis senkt Netznutzungsgebühr

Der für seine Blockadehaltung im Markt bekannte Regionalversorger e.dis reagiert auf die Einleitung eines Missbrauchsverfahrens durch das Bundeskartellamt und senkt die Netznutzungspreise.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com
Im Februar hatte das Bundeskartellamt gegen die e.dis Energie Nord AG (e.dis), Fürstenwalde, ein Verfahren wegen des Verdachts missbräuchlich überhöhter Netznutzungsentgelte und der Behinderung anderer Stromanbieter eingeleitet (das strom magazin berichtete, bitte lesen Sie hier). Heute hat das Unternehmen reagiert und rückwirkend zum 1. Juni die Netznutzungsentgelte gesenkt.

Nach Angaben des Fürstenwalder Versorgers werden die Gebühren für die Durchleitung von Strom generell um acht Prozent, bei einigen speziellen Verbrauchsfällen um zweistellige Prozentraten gesenkt. e.dis will damit "einen Beitrag zur Förderung des Wettbewerbs im Netzgebiet" leisten, wie es in der Unternehmensmitteilung heißt. Zum Verfahren vor dem Bundeskartellamt sagte die e.dis: "Durch diese neuen Durchleitungsentgelte verringern sich die Abstände zwischen den Netznutzungsentgelten von e.dis und denen der vom Kartellamt zum Vergleich herangezogenen EWE Oldenburg erheblich. Wegen der erheblichen Strukturunterschiede hat das Oldenburger Unternehmen jedoch Vorteile bei den spezifischen Netzkosten und damit auch niedrigere Netznutzungsentgelte pro Kilowattstunde."

Gleichzeitig gab der Regionalversorger bekannt, dass der Allgemeine Tarif für Stromkunden zum 1. September dieses Jahres um 0,5 Pfennig gesenkt wird. Zudem soll der "Mindestdurchschnittspreis" abgeschafft werden, so dass die Stromrechnung bei einem Verbrauch von 4000 Kilowattstunden jährlich um etwa 55 DM sinkt.

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