Preissteigerungen

Dürre könnte Kaffeepreis in die Höhe treiben

Extreme Dürre und die daraus resultierenden schlechten Prognosen für die Kaffeeernte haben den Preis für das beliebte Getränk an den Rohstoffmärkten in die Höhe getrieben.

Geld sparen© gilles lougassi / Fotolia.com

Extreme Dürre und die daraus resultierenden schlechten Prognosen für die Kaffeeernte haben den Preis für das beliebte Getränk an den Rohstoffmärkten in die Höhe getrieben. Die Futures bei der Sorte Robusta sind um 31 Prozent angezogen, die bei Arabica sogar um 83 Prozent, berichtet wirtschaftsblatt.at. Der Handelspreis bei der Arabica-Bohne sei um 53 Prozent höher als noch vor einem Jahr.

Außer dem Kaffeepreis seien auch die Börsenpreise für Milchpulver (25 Prozent) und Kakao (40 Prozent) gestiegen. Das mache sich vor vor allem in der Schokoladenbranche bemerkbar. Der Branchenriese Lindt habe für das vergangene Jahr dennoch Rekordgewinne zu verzeichnen und musste die gestiegenen Kosten nur geringfügig an die Verbraucher weitergeben.

Brasilien erleidet Dürreperiode

Brasilien beherbergt die wichtigsten und größten Kaffeeanbaugebiete der Welt. Seit Beginn des Jahres aber leidet das Land unter einer extremen Dürreperiode. Die Pflanzen können nicht richtig wachsen, die Früchte könnten abgestoßen werden und die Ernte dadurch deutlich geringer ausfallen. Bereits Ende Februar war der Kaffeepreis explodiert, so ein Bericht der Börsenredaktion von ARD.de. Demnach sollen die beiden ersten Monate des Jahres die trockensten seit 30 Jahren gewesen sein. Auch Analysten der Commerzbank seien sich sicher, dass die Ernte nicht so reichlich ausfallen werde, wie es anfangs angenommen wurde. Von einer Knappheit sei aufgrund der Reserven aus den Vorjahren jedoch nicht auszugehen.

Preisspitze möglicherweise im Mai

Der Kaffeepreis war zuvor lange gefallen, weil die Bohne im Überfluss verfügbar war. Nun gäbe es die Gegenbewegung, sagt Leon Leschus vom Hamburgischen Wirtschaftsinstitut. Der saisonale Trend der letzten Jahre lässt die Erwartung zu, dass der Preis erst zum Mai seinen Höhepunkt erreichen könnte. In Brasilien beginnt dann der Winter und mit den Frosteinbrüchen ist auch die Ernte des kommenden Jahres gefährdet. Dem Endverbraucher könnte diesmal zugute kommen, dass die großen Unternehmen meist längerfristige Verträge mit Lieferanten abschließen.

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