Preissteigerungen

Die Preise für Schuhe steigen weiter

Der Schuhverkauf ist in diesem Jahr bislang schleppend gelaufen, beklagt der Bundesverband des Deutschen Schuheinzelhandels.

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Der Schuhverkauf ist in diesem Jahr bislang schleppend gelaufen, beklagt der Bundesverband des Deutschen Schuheinzelhandels. Trotzdem haben es die Händler geschafft, die Preise stärker als im Vorjahr anzuheben.

Auch der Schuhhandel litt unter dem langen Winter

Wie Brigitte Wischnewski, Präsidentin des Bundesverbandes GDS anlässlich der Schuhmesse HDS in Düsseldorf mitteilte, habe der Handel eine schwierige Sommersaison durchlaufen. Nach der langen Kälteperiode seien zwar die Monate Juni und Juli gut gelaufen, allerdings verzeichne der Schuhfachhandel gleichwohl nach den ersten sieben Monaten dieses Jahres ein aufgelaufenes Umsatzminus von 1,5 Prozent. Während der stationäre Schuhhandel den Vorjahresumsatz nicht erreichte, habe immerhin der Online-Handel wieder ein Wachstum verzeichnen können.

Durchschnittspreise bei Schuhen gestiegen

Die Verbraucherpreise für Schuhe stiegen dem Verband zufolge in den ersten sieben Monaten 2013 um 2,1 Prozent. Trotz zum Teil recht früher Preisreduktionen in der Sommersaison gelang es dem Schuhhandel, die Durchschnittspreise anzuheben: Von Jahresbeginn bis einschließlich Juli stieg der durchschnittliche Verkaufspreis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei Damenschuhen von 56,40 Euro auf knapp 59 Euro, jener bei Herrenschuhen von 70,20 Euro auf 72,60 Euro. Nach Angaben des Verbands spiegele sich hierin das Bemühen vieler Fachgeschäfte, qualitativ hochwertige Schuhe zu verkaufen, nicht zuletzt um sich stärker von Billiganbietern abzuheben.

Der Zugang zu Leder wird offenbar schwieriger

Auf der am Dienstag eröffneten Düsseldorfer Schuhmesse wurde auch die Verfügbarkeit des Rohstoffes Leder thematisiert. Die Branche beklagte, der Zugang zu Leder werde immer schwieriger, unter anderem wegen geringer Schlachtquoten. Zudem fragten die Auto- und auch die Möbelindustrie zunehmend Leder nach. Deshalb werde es künftig kaum noch möglich sein, sehr preiswerte Schuhe aus Leder herzustellen - das 9-Euro-Schnäppchen wäre dann Vergangenheit. Für viele Tierschützer sicherlich keine schlechte Nachricht.

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