Der richtige Dreh

Die Heizung wird auf der höchsten Stufe nicht schneller warm

Richtig heizen will gelernt sein: Um eine kalte Wohnung schnell warm zu bekommen, drehen viele das Thermostat auf die höchste Stufe. Doch das bringt wenig, sagt ein Energieexperte des Verbraucherzentrale Bundesverbands. Denn eine Heizung funktioniert nicht wie ein Elektroherd.

22.01.2013, 09:51 Uhr
Heizung© gandolf / Fotolia.com

Berlin (dapd/red) - Um die kalte Wohnung möglichst schnell zu heizen, drehen viele das Thermostatventil auf die höchste Stufe. Doch das kann unnötig viel Geld kosten, sagt Energieexperte Schorsch Tschürtz, Energiereferent beim Verbraucherzentrale Bundesverband.

Eine Heizung ist kein Elektroherd

"Ein Heizkörper funktioniert nicht wie ein Herd - mit der höchsten Einstellung wird es nicht schneller warm", betont der Energieexperte. Ist ein Raum abgekühlt, so mache es keinen Unterschied, ob der Regler auf Stufe 3 oder 5 aufgedreht wird. "Eine gewünschte Temperatur wird gleich schnell erreicht, unabhängig von der Stufe." Der entscheidende Unterschied sei der Heizenergieverbrauch. Denn eingestellt auf Stufe 5 verbrauche der Heizkörper mehr Energie, da er die Raumtemperatur noch weiter erhöhe. "Als Faustregel gilt, dass ein Grad mehr Temperatur eine Erhöhung der Heizkosten um sechs Prozent bedeutet," sagt Schorsch Tschürtz.

Am besten vorab programmieren

"Wer sich in einer Wohnung tagsüber nicht aufhält, kann die Heizung niedrig einstellen. Sie erst später wieder aufzudrehen, spart Energie", betont der Energieexperte. "Wer viel Energie sparen möchte, sollte einen programmierbaren Thermostatkopf wählen." So könnte man am Abend in eine warme Wohnung kommen, ohne am Tag die leere Wohnung zu heizen.

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