Kabel und Co.

Die Breitband-Alternativen: Wenn es kein DSL gibt

Wer kein DSL bekommt, fühlt sich ziemlich aufgeschmissen. Dabei hat sich in punkto Technik einiges getan: Mittlerweile kann man per Fernsehkabel, via Satellit oder auch mobil ins weltweite Netz, und das meist zu erschwinglichen Preisen.

19.02.2008, 09:14 Uhr
Internetverbindung© Pavel Morozov / Fotolia.com

Ein schneller und günstiger Internetzugang geht auch ganz ohne DSL: Das TV-Kabel hat seine Kinderkrankheiten überwunden, Satelliten-Internet bietet endlich direkte Rückleitungen und mobile Lösungen sind erschwinglich, so das Computermagazin c't in der aktuellen Ausgabe 5/08.

Das Kabel: Die günstigste Alternative

Wer über den Internet-Zugang telefoniert, braucht keinen Telefonanschluss mehr und kann die laufenden Kosten dafür sparen. Internet-Telefonie (VoIP) funktioniert aber nicht nur in DSL-Netzen, sondern auch über Kabel und Satellit. War der Online-Anschluss per TV-Kabel vor zwei Jahren noch wenig verbreitet und mit technischen Problemen behaftet, erwartet die Kunden heute ein gut ausgebautes, zuverlässiges Netz. Bei einem Preis von rund 30 Euro für ein Komplettpaket mit Online-Flatrate erhält man weit höhere Geschwindigkeiten als bei gleich teuren DSL-Angeboten. Für 10 bis 20 Euro mehr gibt es sogar Datenraten, die mit VDSL vergleichbar sind. VDSL ist das Vorzeigeprojekt der Telekom mit 25 oder 50 MBit pro Sekunde Übertragungsrate über Glasfaserkabel.

Sat-Internet wird konkurrenzfähig

Aber noch immer gibt es Lücken in der Versorgung mit DSL und internetfähigem TV-Kabel. Die Alternative über Satellit war bisher teuer und umständlich, die Rückleitungen musste man über eine Telefonverbindung herstellen, was dank neuer Techniken überflüssig geworden ist. Mit rund 50 Euro Monatsgebühr und Einrichtungskosten von zirka 300 Euro ist Internet per Satellit aber immer noch teurer als DSL oder Kabel-Internet.

Mobilnetze bekommen DSL-Speed

Auch ein Blick auf die Mobilfunkprodukte lohnt sich. Um über die Netze allerdings in der Breitbandliga zu spielen, benötigt man schon die schnelle UMTS-Variante HSDPA, die mit 3,6 MBit pro Sekunde etwa die Geschwindigkeit eines günstigen DSL-Anschlusses erreicht. E-Plus beginnt gerade erst mit dem Ausbau, hat aber mit einer 25-Euro-Flatrate von der Billig-Tochter Base das günstigste Angebot auf dem Markt. T-Mobile und Vodafone bauen sogar schon an einem schnelleren Netz.

Die Funktechnik Wimax ist für Privatanwender bisher nur in wenigen Regionen eine Alternative, meint c't. Etliche Angebote richten sich in erster Linie an Firmenkunden.

Ausführliche Infos zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Top