Preissteigerungen

Deutsche lieben teuren Fruchtsaft

Deutschland bleibt Fruchtsaft-Weltmeister, trotz eines vom Branchenverband prognostizierten Rückgangs von 13 Prozent im laufenden Jahr.

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Deutschland bleibt Fruchtsaft-Weltmeister, trotz eines vom Branchenverband prognostizierten Rückgangs von 13 Prozent im laufenden Jahr. Selbst die gestiegenen Preise können deutschen Safttrinkern anscheinend nichts anhaben; sie belegen weltweit zum sage und schreibe 17. Mal die Pole Position.

Fruchtsaftkonsum geht allerdings zurück

Der Verbrauch von Fruchtsäften und Fruchtnektaren ist nach Angaben des Verbandes der deutschen Fruchtsaft-Industrie im Jahr 2012 aber voraussichtlich wieder rückläufig. Die bislang vorliegenden Zahlen weisen, allerdings ohne die Gastronomie, einen Rückgang von über 13 Prozent in der Menge auf. Bedingt durch die teurere Rohware und damit notwendige Preissteigerungen ging der Umsatz um knapp 6,5 Prozent zurück. Dem gegenüber stehe jedoch der steigende Anteil von Direktsäften, die meist deutlich teurer sind. Diese sind erstmalig über 20 Prozent Marktanteil gestiegen, bei Apfelsaft beträgt dieser Anteil bereits ein Viertel.

Die Deutschen sind Fruchtsaft-Weltmeister

Der Verband erwartet dennoch eine Verteidigung des deutschen Weltmeistertitels im Fruchtsaftkonsum. Weder die gestiegenen Preise noch vermehrte Meldungen über den häufig hohen Kaloriengehalt von Säften und Nektaren können offenbar der deutschen Saft-Lust etwas anhaben. Bereits seit 17 Jahren ist Deutschland das Land mit dem höchsten Pro-Kopf-Verbrauch an Fruchtsäften und Fruchtnektaren - im Jahr 2011 waren dies 35 Liter. Das mit Abstand beliebteste alkoholfreie Getränk der Deutschen ist jedoch weiterhin Mineralwasser. 2011 lag der Pro-Kopf-Verbrauch bei Mineral- und Heilwasser mit 135,5 Litern auf Rekordniveau. Für 2012 geht der Verband Deutscher Mineralbrunnen davon aus, dieses Ergebnis halten zu können.

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