Strategisches Geschäftsfeld

Deutsche Essent setzt weiter auf Windenergie

Der niederländische Energieversorger Essent setzt auf dem deutschen Markt weiter stark auf Windenergie. Dazu wird dieser Geschäftsbereich unter dem Namen Essent Wind in Düsseldorf zusammengeführt, wie Deutschlandchef Paul van Son am Mittwoch erklärte.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Mit dieser Entscheidung mache das Unternehmen deutlich, dass die Windkraft zu den strategischen Geschäftsfeldern der Essent gehöre. Nach Auffassung van Sons bleiben Kohle und Gas das Fundament der Energieversorgung, aber Wind und Biomasse bekämen eine immer größere Bedeutung. Nicht erst die letzte Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine habe gezeigt, dass man sich nicht langfristig auf fossile Brennstoffe verlassen könne. Allerdings könne es noch zehn bis 15 Jahre dauern, ehe die Kosten für die Stromerzeugung aus Wind selbstständig mit den Kosten für fossile Energieträger gemessen werden können, räumte van Son ein.

Derzeit plant das Unternehmen seinen ersten Offshore-Windpark, der etwa 30 Kilometer nordöstlich von Helgoland entstehen soll. Er sei überzeugt, dass diese Windparks wirtschaft betrieben werden können, stellte Paul van Son klar.

Die Deutsche Essent hält unter anderem 51 Prozent der Anteile an der swb AG, Bremen, sowie 51 Prozent an der KOM-STROM AG, Leipzig. Über die swb AG ist die Deutsche Essent indirekt an den Stadtwerken Bielefeld, Soltau, Greifswald, Gütersloh und Ahlen beteiligt. Darüber hinaus ist die Deutsche Essent bei der Erzeugung erneuerbarer Energien vertreten und ist nach eigenen Angaben in Nordwest-Europa Marktführer im Bereich Windenergie. Im Jahr 2004 betrug der Jahresumsatz der Deutschen Essent mit den Beteiligungen etwa 1,2 Milliarden. Euro.

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