Service-Check

Deutliche Preisunterschiede bei privaten Kassen

Wie gut Service und Preis-Leistungs-Verhältnis der 20 wichtigsten privaten Krankenversicherungen tatsächlich sind, hat das Deutsche Institut für Service-Qualität in einer aktuellen Studie im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv untersucht.

18.04.2013, 09:45 Uhr
Private Krankenversicherung© rangizzz / Fotolia.com

Hamburg (red) - "Bester privater Krankenversicherer 2013" wurde Barmenia. Die Versicherung überzeugte besonders durch ihre umfassenden Produktleistungen und den besten Topschutz. Der Service des Anbieters in den Bereichen Telefon, E-Mail und Internet war insgesamt gut.

Zweiter Platz für Münchener Verein

Münchener Verein sicherte sich Rang zwei und punktete durch die beste Servicequalität. Sowohl am Telefon als auch per E-Mail berieten die Mitarbeiter kompetent und vollständig. Auf dem dritten Platz landete SDK - ebenfalls vor allem wegen des guten Service in der telefonischen Beratung und bei der Beantwortung von E-Mails.

Servicequalität nur befriedigend

Insgesamt blieb die Servicequalität der Versicherer allerdings - ähnlich wie im Vorjahr - auf einem befriedigenden Niveau. Die Kommunikation per E-Mail erwies sich erneut als größtes Defizit. "Mehr als 20 Prozent der Anfragen blieben unbeantwortet", erläutert Markus Hamer, Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts. Außerdem mussten Interessenten lange Bearbeitungszeiten und oft unvollständige Antworten in Kauf nehmen. Die telefonische Beratung wurde positiver bewertet, war aber dennoch verbesserungsfähig. "Die Mitarbeiter berieten zwar freundlich und meist vollständig, ignorierten aber oft die individuelle Situation des Anrufers", so Service-Experte Hamer. Die Internetseiten ließen oft wichtige Informationen wie Hinweise zu Unisex-Tarifen oder Tarifbedingungen vermissen.

Private Krankenversicherungen mit großen Preisunterschieden

Überraschend deutlich waren die Preisunterschiede in der Leistungsanalyse: Bis zu 60 Prozent konnten Kunden bei den Produkten der privaten Krankenversicherungen sparen, wenn sie den günstigsten statt des teuersten Anbieters wählten. Wichtig ist allerdings, dass die preiswertesten Produkte auch geringere Leistungen boten - sie schnitten im Produktrating nur befriedigend ab. Interessenten sollten definitiv wissen, welche Leistungen ihnen wichtig und wie viel sie dafür zu zahlen bereit sind. In jedem Fall lohnt sich ein Vergleich der verschiedenen Anbieter.

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