Energiepass

dena startet Pilotprojekte für mehr Energieeffizienz im Wohnungsbestand

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) hat zwei neue Projekte gestartet. Der "Energiepass für Gebäude", der jetzt in einem Feldversuch getestet wird, und das Projekt "Niedrigenergiehaus im Bestand" sollen neue Impulse für mehr Energieeffizienz im Gebäudebestand setzen und die Investitionstätigkeit im Gebäudebestand beschleunigen.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Stephan Kohler, Geschäftsführer der dena, betonte die enormen Potentiale, die es zu nutzen gelte: "In den nächsten 20 Jahren stehen rund 50 Prozent des Gebäudebestandes zur Sanierung an. 46 Prozent der von Privathaushalten verursachten Kohlendioxid-Emissionen sind auf Heizung und Warmwasser zurückzuführen."

Energiepass für Gebäude im Feldversuch

Wie ein bundesweit einheitlicher und verbraucherfreundlicher Energiepass für Gebäude künftig für mehr Transparenz auf dem Immobilienmarkt sorgen kann, testet die dena in einem einjährigen Feldversuch. Der Energiepass soll den Energiebedarf eines Gebäudes leicht verständlich anzeigen und so Käufern und Mietern von Wohnungen und Häusern eine schnelle Orientierung bieten. Insgesamt nehmen mehr als 30 Wohnungsunternehmen, Kommunen, Verbraucherzentralen, regionale Energieversorgungsunternehmen und regionale Kooperationen am Feldversuch teil.

Hohe Kohlendioxid-Minderungspotentiale

Den Einsatz hochmoderner Effizienztechniken bei der Wohnraummodernisierung erprobt die dena beim Pilotprojekt "Niedrigenergiehaus im Bestand". Mehr als 20 Wohnungsbauunternehmen aus ganz Deutschland beteiligen sich daran und modernisieren Wohnungsbestände aus den 50er bis 70er Jahren auf einen maximalen Primärenergiebedarf von 60 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Das ist eine Reduzierung um durchschnittlich 80 Prozent gegenüber dem Energiebedarf vor der Sanierung.

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