Preissteigerungen

Das Wetter vermiest den Lebensmittelpreis

Zuerst vermiest das Wetter den Bauern die Ernte und dann trifft es den Verbraucher an der Kasse.

Geld ausgeben© Peter Atkins / Fotolia.com

Zuerst vermiest das Wetter den Bauern die Ernte und dann trifft es den Verbraucher an der Kasse. Der lange Winter, die anschließenden heißen Tage und obendrauf die Flutkatastrophe haben den Landwirten eine schlechte Ernte und uns einen Preisanstieg beschert.

Vier Prozent im Schnitt

An der Kasse im Lebensmittel-Markt schütteln einige ungläubig den Kopf. War nicht im letzten Jahr noch mehr im Einkaufswagen für dieselbe Menge an Euro? Das könnte an dem Preisanstieg von vier Prozent liegen. Das ist nämlich der durchschnittliche Wert, um den die Lebensmittel in Deutschland 2013 teurer geworden sind. Hauptursache des Dilemmas sei das Wetter und die daraus resultierende dürftige Ernte gewesen.

Linda, Sieglinde und Agria belegen Platz 1

Den höchsten Preisanstieg hat wohl der Erdapfel, die bei den Deutschen geliebte Kartoffel, mit einem Anstieg von vierzig Prozent zu verzeichnen. Wie die Bauern berichteten, haben sich hier besonders der lange Winter, der starke Regen im Frühling und die hitzigen Sommertage schlecht auf die Ernte ausgewirkt. Bereits im Sommer kam die Warnung von Seiten der kartoffelverarbeitenden Industrie. Wer sich den Kartoffelkeller und die Tiefkühltruhe zu diesem Zeitpunkt gefüllt hat, darf sich nun freuen.

Lebensmittelpreis generell gestiegen

Insgesamt gebe es eine hohe Nachfrage an Nahrungsgütern, gegenüber einer eher spärlichen Versorgungssituation. Die Inflationsrate soll im Oktober bei nur noch 0,7 Prozent gelegen haben.
So glänze die Gurke ebenfalls mit einem Preisanstieg von 27 Prozent, der Preis für Butter stieg um ein Drittel. Auch bei vielen Gemüsesorten, wie Brokkoli oder Möhren, wird von einer eher schlechteren Ernte ausgegangen. Die gute Nachricht: Für das kommende Jahr soll zumindest der Preisanstieg mit knapp 2 Prozent nicht mehr so hoch ausfallen.

Ausführliche Infos zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
  • Finanzierung

    12 Produkte im Check: War früher wirklich alles teurer?

    Stimmt es wirklich, dass heute alles teurer ist als früher? Verivox hat 12 Produkte, darunter Verträge und Versicherungen, aber auch Lebensmittel, verglichen und verrät, welche im Vergleich zu 1998 heute mehr kosten.

  • 500 Euro

    Verbraucherpreise legten 2017 um 1,8 Prozent zu

    Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im vergangenen Jahr um 1,8 Prozent gestiegen, mehr als in den letzten fünf Jahren. Für die Teuerung sind vor allem höhere Preise bei Nahrungsmitteln, Mieten, Sprit und Heizöl verantwortlich.

  • Geld ausgeben

    Aldi erhöht Preise für Käse

    Aldi ist der erste Lebensmittelhändler, bei dem der abgepackte Käse teurer wird, aber andere werden voraussichtlich nachziehen.

  • Milchglas

    Milchpreise erreichen Fünfjahreshoch

    Die Milchpreise sind aktuell so hoch wie seit fünf Jahren nicht mehr - und trotzdem sind die Einnahmen für viele Bauern allenfalls "akzeptabel".

  • Geld sparen

    Inflationsrate auf bislang höchstem Stand des Jahres

    Vor allem wegen deutlich gestiegener Preise für Äpfel, Kartoffeln und Butter ist die Teuerungsrate im Juli auf den bislang höchsten Stand des Jahres gestiegen.

Alle Tarif- und Preisangaben brutto. Trotz sorgfältiger Erstellung wird für die Richtigkeit keine Haftung übernommen. Beachten Sie Preise und AGB der Anbieter. Alle Angaben ohne Gewähr.
Top