Umfrage

Corona-Krise: Jeder zweite Haushalt verbraucht mehr Strom

Die Kosten für Strom fallen einer Umfrage zufolge durch die Corona-Pandemie und deren Folgen höher aus. Da sich viele öfter und länger zuhause aufhalten, steigt der Stromverbrauch. Laut Umfrage musste jeder zweite eine Nachzahlung leisten.

11.03.2021, 09:37 Uhr
Stromvergleich© Tobias Kaltenbach / Fotolia.com

Durch die Corona-Krise muss rund jeder zweite Haushalt in Deutschland bei der Stromrechnung eine Nachzahlung leisten. Die Mehrkosten treffen die meisten Haushalte dabei stark. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag von Verivox.

Umfrage: Erhöhter Stromverbrauch bei zwei Dritteln der Haushalte

Während der Corona-Pandemie sind viele Menschen öfter und länger zu Hause. Zwei Drittel der Haushalte (66 Prozent), die an der Umfrage von Verivox teilgenommen haben, berichten, dass ihr Stromverbrauch seither angestiegen ist. Während 48 Prozent einen etwas erhöhten Verbrauch angeben, fällt er bei 18 Prozent der Befragten sogar viel höher aus. Für die Studie wurden im Februar 2021 deutschlandweit online 1.001 Personen im Alter von 18 bis 69 Jahren befragt.

Stromrechnung: Viele müssen nachzahlen und Abschläge erhöhen

Da die Abrechnungszeiträume nicht einheitlich sind, hat erst die Hälfte der Befragten (49 Prozent) seit Beginn der Corona-Pandemie eine Jahresabrechnung für Strom erhalten, so das Vergleichsportal. Allerdings zeigten sich die Auswirkungen der Pandemie bei dieser Gruppe deutlich. Die meisten dieser Haushalte (59 Prozent) geben an, aufgrund eines höheren Stromverbrauchs eine Nachzahlung leisten zu müssen. 46 Prozent führen die Nachzahlung direkt auf die Pandemie zurück. Die betroffenen Haushalte berichteten, durchschnittlich 112 Euro nachgezahlt zu haben.

In der Folge musste die Mehrheit dieser Haushalte (80 Prozent) laut Umfrage auch ihre Abschläge erhöhen. Die durchschnittliche Erhöhung der Abschläge beläuft sich demnach auf 19 Prozent. Über die Hälfte der Haushalte (52 Prozent), die eine Nachzahlung leisten mussten, gibt an, davon stark bis sehr stark betroffen zu sein.

"Wegen der Corona-Pandemie müssen rund 20 Millionen Haushalte mit höheren Stromkosten rechnen", sagt Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox. "Für die Mehrheit der Betroffenen sind diese zusätzlichen Ausgaben eine deutliche Belastung."

Kostenanstieg durch Anbieterwechsel ausgleichen

Die höheren Stromkosten können durch den Wechsel des Anbieters teilweise oder ganz ausgeglichen werden. Wer noch nie den Stromtarif gewechselt hat, kann bei einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh Strom durchschnittlich 378 Euro sparen, so die Experten von Verivox. Wer bereits einen günstigeren Stromtarif des örtlichen Versorgers gewählt hat, könne durch den Wechsel zum günstigsten verfügbaren Angebot mit fairen Vertragsbedingungen immer noch durchschnittlich 189 Euro einsparen.

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