Bekenntnis

Clement hält Braunkohle für unverzichtbar

Auf einem Festakt zum zehnjährigen Bestehen der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft mbH (MIBRAG) am Samstag in Zeitz haben sich Wirtschaftsminister Wolfgang Clement und Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer zur Braunkohle als wichtigem Energieträger bekannt.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Zeitz (ddp/sm) - Führende Politiker aus Bund und Ländern haben sich zur heimische Braunkohle bekannt. Sie werde auch künftig für die Energieversorgung in Deutschland "unverzichtbar" sein, sagte Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) auf dem Festakt zum zehnjährigen Bestehen der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft mbH (MIBRAG) am Samstag in Zeitz.

27 Prozent Anteil an Stromversorgung

Die Braunkohle habe einen Anteil an der Stromerzeugung von fast 27 Prozent. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) unterstrich, im mitteldeutschen Raum sei die Braunkohle der wichtigste Energieträger, der für Produktivität und Arbeit in der Region stehe.

Clement: Braunkohle ist subventionsfrei und wettbewerbsfähig

Braunkohle ist laut Clement im Gegensatz zur Steinkohle subventionsfrei und wird zu wettbewerbsfähigen Konditionen zur Verfügung stellt. Der Energieträger sei nicht nur aus ökonomischen, sondern auch aus ökologischen Gründen unverzichtbar für einen breiten Energiemix in Deutschland. Stromwirtschaft und Braunkohle-Industrie hätten fast zehn Milliarden Euro in ostdeutsche Kraftwerke und Tagebaue investiert. Allein bei der MIBRAG belaufe sich diese Summe seit der Privatisierung des Unternehmens 1994 auf mehr als 737 Millionen Euro.

Sicherung der Arbeitsplätze

Böhmer dankte den amerikanischen Investoren für ihr Engagement. Mit der Übernahme der MIBRAG hätten sie den aktiven Braunkohlenbergbau in Mitteldeutschland und zahlreiche Arbeitsplätze gesichert. Die MIBRAG sei nicht nur selbst ein wichtiges Unternehmen, sondern gebe auch Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Der Versorger habe Geschäftsbeziehungen zu fast 1000 Firmen im mitteldeutschen Raum und vergebe jährlich Aufträge im Gesamtumfang von mehr als 90 Millionen Euro.

Die MIBRAG aus Theißen hat sich nach eigenen Angaben zu einer wichtigen Säule am mitteldeutschen Energiestandort entwickelt. Zu den Hauptabnehmern der Rohkohle aus den beiden Tagebauen Profen und Vereinigtes Schleenhain in Sachsen gehören unter anderem das Kraftwerk Schkopau und das Kraftwerk im sächsischen Lippendorf. Die gestiegene Nachfrage nach Braunkohle habe 2003 mit 21,5 Millionen Tonnen zum bisher höchsten Förderergebnis geführt, stellte der Vorsitzende der MIBRAG-Geschäftsführung, Bruce P. De Marcus fest. Die MIBRAG als drittgrößer Braunkohlenproduzent Deutschlands sei mit 2148 Beschäftigten, darunter 132 Lehrlingen, der größte Arbeitgeber im Länderdreieck Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen.

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