Populismus

CDU fordert Sozialtarife von Energieversorgern

Die CDU-Landtagsfraktion in NRW will Verbraucher mit kleinen und mittleren Einkommen vor den steigenden Energiepreisen schützen. Stromanbieter sollten neue Tarife entwickeln, die das Stromsparen nicht wie bislang durch eine hohe Grundgebühr "bestrafen".

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp/sm) - "Staatlich subventionierte Sozialtarife" lehnte CDU-Fraktionschef Helmut Stahl am Donnerstag in Düsseldorf ab, die Energieanbieter müssten den Verbraucher in dem "enger werdenden Wettbewerb" aber kostengünstigere Tarife anbieten. Zudem sollten die Versorger bei sozial schwachen Kunden auf die Sperrung des Stroms verzichten, falls Rechnungen aus nachgewiesener Finanznot nicht beglichen werden könnten.

In einem Verbraucherschutz-Konzept forderte die CDU-Fraktion die Einführung "intelligenter Stromzähler". Damit sollen Verbraucher einen besseren Überblick erhalten, wofür sie wie viel Strom verbrauchen und ob sich die Beschaffung energieeffizienter neuer Haushaltsgeräte lohnt. Weitere Eckpunkte des Papiers sind Verbesserungen bei der Lebensmittelsicherheit und eine bessere Erziehung von Kindern und Jugendlichen zu einer gesunden Ernährung.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Stromkosten

    Verivox: Strom ist im Schnitt günstiger geworden

    Strom wird für viele deutsche Haushalte endlich günstiger. Einer Analyse von Verivox zufolge ist der Strompreis zu Beginn des Jahres im bundesweiten Schnitt gesunken. Wer ausgerechnet jetzt über eine Preiserhöhung informiert wird, sollte von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen.

  • Smart Meter

    Stromspiegel entlarvt Energiefresser-Haushalte

    Der aktuelle Stromspiegel macht es Verbrauchern besonders leicht, den eigenen Stromverbrauch zu bewerten. Demnach liegt beispielsweise der durchschnittliche Verbrauch eines Dreipersonenhaushaltes in einer Wohnung bei 2.600 kWh Strom im Jahr. Sparsame Haushalte benötigen nur 1.700 kWh und sparen damit rund 260 Euro.

  • Stromnetz Ausbau

    Preise für Energie treiben Index nach oben

    Auch im Juli sorgten die Verbraucherpreise für Energie und Nahrungsmittel weiterhin für einen starken Preisauftrieb. Damit verbleibt die Inflationsrate auf dem höchsten Stand seit 15 Jahren. Die Preissteigerung bei Energie betrug acht Prozent und lag damit weit über der des Vormonats.

  • Stromtarife

    E.ON-Gewinn geht im ersten Halbjahr zurück (Upd.)

    E.ON hat in der ersten Hälfte dieses Jahres deutlich weniger verdient als im Vorjahreszeitraum. Wie der Düsseldorfer Konzern heute mitteilte, fiel der Überschuss von 4,3 Milliarden auf 3,1 Milliarden Euro. Umsatz und operatives Ergebnis legten dagegen zu.

  • Stromnetz Ausbau

    Hohe Energiekosten sorgen für gestiegene Sparquoten

    Immer mehr Bundesbürger wollen den drastischen Preiserhöhungen bei den Energiekosten mit Sparsamkeit begegnen. Laut einer aktuellen Umfrage planen im Vergleich zum Jahr 2006 in diesem Jahr 17 Prozent mehr Menschen Einsparungen im Energiesektor.

Top