Preissteigerungen

Bußgeld für Kaugummi-Sünder steigt

Im sämtlichen Weiß- und Grautönen ziert es Straßen, Wege und Gassen: Das Kaugummi, oftmals achtlos dahin gespuckt, begleitet Spaziergänger und Geschäftige auf Schritt und Tritt und kostet Stadt und Kommunen immense Summen.

Geld ausgeben© Peter Atkins / Fotolia.com

Im sämtlichen Weiß- und Grautönen ziert es Straßen, Wege und Gassen: Das Kaugummi, oftmals achtlos dahin gespuckt, begleitet Spaziergänger und Geschäftige auf Schritt und Tritt und kostet Stadt und Kommunen immense Summen. Einige Städte wie Köln fahren deshalb die Bußgelder auf ein Höchstmaß hoch, aktuell zieht Bergisch Gladbach nach.

35 Euro für das Kaugummi auf der Straße

Ob rosa, grün oder gelb – am Ende sind sie doch alle grau und in Bergisch Gladbach nun ebenfalls besonders teuer, wenn man sie achtlos ausspuckt. Das Städtchen tut es der großen Schwester Köln nach und erhöht das Bußgeld für das Ausspucken von Kaugummis auf 35 bis 50 Euro, berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger . Die Domstadt verlangt bereits seit 2011 von unachtsamen Spuckern diese Summe. Schon seit Jahren versuchen Städte und Gemeinden das Problem mit den Kaugummis in den Griff zu bekommen. Besonders dicht an dicht liegen sie an Orten, an denen sich schnell Menschentrauben bilden können: Kinos, Bushaltestellen oder Bars.

Teure Spezialreinigung

Städte und Kommunen geben jährlich Unsummen für die Reinigung der Fußgängerzonen und Straßen aus. Problematisch ist, dass gerade die klebrigen Freunde häufiger einer speziellen Reinigung bedürfen, die teurer und zeitaufwändiger ist. Die Reinigung der Zeil in Frankfurt kostete vor einigen Jahren 150.000 bis 200.000 Euro, so ein Bericht der Onlineausgabe der Frankfurter Rundschau. Demnach habe auch Darmstadt keine Lösung, Fulda hätte den Kampf aufgegeben, Geld für die Spezialreinigung sei in vielen Städten nicht vorhanden. Das Bußgeld bewegt sich in den meisten deutschen Städten zwischen 20 und 35 Euro. Ob die erhöhte Strafe tatsächlich das achtlose Wegwerfen verhindert, wird sich erst noch zeigen. Schließlich müssen Täter auf frischer Tat gefasst werden.

Andere Städte – gleiches Problem

Braunschweig oder Hannover hatten bereits in vergangenen Jahren ihre Bußgelder hochgefahren. Aktuell wird das Kaugummi-Spucken in Braunschweig mit einem Bußgeld ab 35 Euro betraft, die Platzierung von Müll neben der Wertstofftonne ab 40 Euro oder die Verrichtung der Notdurft in der Öffentlichkeit ab 80 Euro. Mainz versuchte mit der Kampagne "Kauen: Go, Spucken: No!" die Verschmutzer mit Plakaten zur richtigen Entsorgung zu bewegen. Singapur wird wohl im Umgang mit dem Kaugummi am strengsten sein. 1992 bis 2004 war der Verkauf komplett untersagt, bis heute kann man das Kaugummi nur in der Apotheke kaufen.

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