Stromausschreibung

Bundesumweltministerium steigt auf Ökostrom um

Künftig werden ein Drittel der Liegenschaften des Umweltministeriums mit Ökostrom versorgt. Gestern erschien die Ausschreibung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften. Der bereitgestellte Strom muss zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen stammen. Neben dem Preis ist die Höhe der Kohlendioxid-Minderung im Lieferzeitraum für den Zuschlag maßgebend.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Bundesumweltminister Jürgen Trittin stellt die Energieversorgung seines Geschäftsbereichs auf Ökostrom um. Der Minister beauftragte das Umweltbundesamt (UBA) mit der Ausschreibung. Ziel ist es, mit dem Bezug von Strom aus erneuerbaren Energien den Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids zu senken. Trittin: "Mit dem künftigen Bezug von Ökostrom geht das Bundesumweltministerium in Sachen Klimaschutz mit gutem Beispiel voran. Wir setzen auch ein Signal für andere Behörden."

Nach der Ausschreibung, die gestern im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften erschienen ist, muss der bereitgestellte Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen wie Wasser und Windkraft, Solarstrahlung, Geothermie, Deponiegas, Klärgas sowie Biogas und Biomasse stammen. Neben dem Preis ist die Höhe der Kohlendioxid-Minderung im Lieferzeitraum für den Zuschlag maßgebend. Dadurch wird sichergestellt, dass die Ausschreibung zu einer zusätzlichen Produktion von Ökostrom und damit einer tatsächlichen Kohlendioxid-Minderung führt. Die Ausschreibung erfasst etwa ein Drittel der Liegenschaften und rund drei Viertel des gesamten Strombezugs im BMU-Geschäftsbereich.

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