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Bundesbank: Filialsterben bei Banken schreitet schnell voran

Das Filialsterben bei den deutschen Banken geht laut Bundesbank noch schneller vonstatten als im vergangenen Jahr. Demnach hat sich die Zahl der Institute um 72 Stück verringert und über 2.000 Zweigstellen wurden geschlossen.

Geldautomat© Robert Kneschke / Fotolia.com

Frankfurt - Fusionsdruck und Filialsterben auf dem deutschen Bankenmarkt haben sich nach Angaben der Bundesbank beschleunigt. Im vergangenen Jahr sank sowohl die Zahl der Kreditinstitute als auch die Zahl der Filialen in Deutschland deutlich, wie die Notenbank am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Zum Jahresende wurden 1.888 Institute gezählt und damit 72 weniger als vor Jahresfrist.

Über 2.000 Zweigstellen wurden geschlossen

Zusammenschlüsse gab es vor allem im Lager der Volks- und Raiffeisenbanken (52 Fusionen) sowie bei den Sparkassen (10). Die Zahl der genossenschaftlichen Institute sank erstmals unter die Marke von 1.000 auf nun noch 976. Bei den Zweigstellen gab es über den gesamten Markt gesehen einen Rückgang um 2.019 Filialen (minus 5,9 Prozent) auf 32.026.

"Der Konsolidierungsprozess hat an Fahrt gewonnen", kommentierte Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret. "Dies ist ein klares Zeichen dafür, dass der Druck durch Wettbewerb und Niedrigzinsumfeld weiter hoch ist und die Banken sich veranlasst sehen, Kostenstrukturen und Vertriebswege auf den Prüfstand zu stellen." Der deutsche Markt ist besonders hart umkämpft, die Bankendichte besonders hoch.

Quelle: DPA

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