Falsche Investitionen

BUND kritisiert geplantes Braunkohlekraftwerk der Mibrag

Der Umweltverband BUND kritisiert die Pläne der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft (Mibrag) zum Bau eines neuen Kohlekraftwerks in Profen an der Grenze von Sachsen und Sachsen-Anhalt. Zudem fordert der Verband die Politik auf, besser in erneuerbare Energien zu investieren.

12.11.2008, 11:33 Uhr
Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Chemnitz (ddp-lsc/sm) - Unter dem Deckmantel neuer Arbeitsplätze solle hier wieder in umwelt- und gesundheitsgefährdende Technologien investiert werden, sagte der sächsische BUND-Chef Hans-Udo Weiland in Chemnitz. Durch ein solches Braunkohlekraftwerk würde jedoch das Image der Region ruiniert, langfristig würden Tausende Arbeitsplätze zerstört.

Kritik übte Weiland auch an der Politik. Durch ihre Unterstützung der Investition zeige sie, dass sie weiterhin jeden noch so abwegigen Investitionswunsch der Industrie begeistert begrüße. Statt die Braunkohle zu unterstützen, sollten die verantwortlichen Politiker sich lieber für Investitionen in zukunftsfähige erneuerbare Energien starkmachen.

Das von der Mibrag geplante Kraftwerk soll etwa 2012 in Betrieb gehen und zwei ältere Braunkohlekraftwerke ersetzen.

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