Preissteigerungen

Briefporto soll wieder erhöht werden

Nach der ersten Preiserhöhung folgt die nächste: Das Briefporto wird zum Januar des kommenden Jahres um zwei Cent für den Standardbrief ansteigen.

Brief© Philetdom / Fotolia.com

Nach der ersten Preiserhöhung folgt die nächste: Das Briefporto wird zum Januar des kommenden Jahres um zwei Cent für den Standardbrief ansteigen. Die Bundesnetzagentur hat den Antrag der Post genehmigt. Die letzte Erhöhung liegt erst ein Jahr zurück, davor hatte es länger keine Preiserhöhung gegeben. Allerdings sollte man bedenken, dass aus dem einstigen Monopol mittlerweile ein umkämpfter Posten geworden ist.

Standardbrief, Einschreiben und Co. werden teurer

Statt 58 Cent wird die Briefmarke für eine Standardsendung ab Januar 60 Cent kosten. Da die Bundesnetzagentur als regulierende Instanz den Spielraum der Portoerhöhungen vorgibt, musste deren Entscheidung noch abgewartet werden. Sollte die Entscheidung zugunsten der Deutschen Post ausfallen, werden auch weitere Produkte im Preis steigen. Dem Verbraucherportal bbx.de zufolge fallen dann beispielsweise für Einwurf-Einschreiben 20 und für Pakete sowie Päckchen neun Cent mehr an. Der Preis für den Maxibrief als internationale Sendung werde um zehn Cent steigen. Zudem werden Nachsendeanträge teurer.

Bundesnetzagentur setzt den Rahmen

Die Bundesnetzagentur hatte erst vor einigen Wochen die Möglichkeit für Preiserhöhungen geschaffen. Darin könnte auch der Grund für die Beantragung gesehen werden, da der Spielraum sich vergrößert hat. Der Preisanstieg für Brieftransporte kann somit in einem Abstand von 0,2 Prozentpunkten der durchschnittlichen Inflationsrate folgen.

Erster Preisanstieg nach 15 Jahren

Nach 15 Jahren wurde 2013 zum ersten Mal wieder der Preis für einen Standard-Brief angehoben. Zuvor hatte der Versand 55 Cent gekostet. 100 Millionen Euro mehr Umsatz soll die Post durch diese Preiserhöhung eingenommen haben. Seit der Eröffnung des Briefmarkts vor rund sechs Jahren und der steigenden Popularität medialer Kommunikation muss sich die Deutsche Post am Markt behaupten. Zwar besitzt diese immer noch die Monopolposition, aber besonders in den Ballungsgebieten ist die Konkurrenz mittlerweile stark.

Genehmigung erfolgt prompt

Gut zwei Wochen nach dem Antrag der Deutschen Post AG kommt auch die Bestätigung durch die Bundesnetzagentur. Diese hatte zunächst geprüft, ob die Preiserhöhungen auch mit dem Erhöhungsspielraum einhergehen. Offiziell bestätigt sind nun Preissteigerungen für den Standardbrief auf 60 Cent, das Einschreiben auf 2,15 Euro und das Einwurf-Einschreiben auf 1,80 Euro. "Für diese Entgelte erhalten die Versender weiterhin eine qualitativ hochwertige Leistung an sechs Zustelltagen pro Woche", so Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

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