Prognose für 2007

Breitband-Studie: Telekom ist DSL-Gewinner Nummer eins

Aufgrund der fallenden Preise gingen zwar die Umsätze zurück, so eine aktuelle Studie. Der Boom halte indes an, zum Jahreswechsel soll die Zahl der Breitbandanschlüsse in Deutschland über 19 Millionen betragen. Am meisten habe davon in diesem Jahr der Marktführer profitiert.

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Die Umsätze mit Telekommunikationsdiensten in Deutschland werden sich 2007 auf 63,4 Milliarden Euro belaufen. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem leichten Rückgang um 2,8 Prozent, der trotz des weiteren Wachstums bei den Verbindungsminuten in Festnetz und Mobilfunk im Wesentlichen auf den wettbewerbsbedingten Preisverfall zurückzuführen ist. Treiber beim Mengenwachstum waren vor allem Breitbandanschlüsse im Festnetz und der Mobilfunk. Dies geht aus der am Dienstag vom Telekom-Konkurrenzverband VATM und Dialog Consult in Köln vorgestellten, zehnten gemeinsamen TK-Marktstudie hervor.

VoIP-Telefonminuten verdoppeln sich

Zuwächse bei den Sprachminuten im Festnetz stammen ausschließlich aus den Komplettanschlüssen, die Sprachminuten über Call-by-Call verharren auf hohem Niveau. Bei Preselection setzt sich der seit 2006 zu Gunsten von Komplettanschlüssen feststellbare rückläufige Trend weiter fort. Bei den Komplettanschlüssen konnten Voice over IP-Anschlüsse ihren Anteil an den Verbindungsminuten verdoppeln. Damit wird in diesem Jahr täglich 55 Millionen Minuten über das Internet telefoniert. Weitere elf Millionen Verbindungsminuten täglich werden über TV-Breitbandkabel transportiert.

Telekom hat die besten Karten auf dem DSL-Markt

Der Breitband-Boom geht auch 2007 weiter. Die Zahl der direkt geschalteten Breitbandanschlüsse steigt bis zum Jahresende um 27 Prozent auf 19,1 Millionen. Dabei bleibt Deutschland DSL-Land. Breitbandanschlüsse über alternative Anschlussarten wie Kabelmodem, Powerline oder Satellit konnten ihren Anteil von 3,3 auf 4,7 Prozent ausbauen, ihre Anzahl liegt mittlerweile bei fast einer Million. Die Deutsche Telekom ist 2007 unter Berücksichtigung der Wertschöpfung der große Gewinner auf dem DSL-Markt. Ihr Zuwachs liegt mit zwei Millionen inklusive der über Reseller geschalteten Anschlüsse laut der Studie deutlich höher als der der alternativen Festnetzanbieter.

Zahlen der Telekom selbst sind ähnlich gut

Die Erhebung des Konkurrenzverbandes wird durch die kürzlich veröffentlichten Zahlen der Telekom selbst bestätigt. Festnetzchef Höttges hatte in einem Interview von einem 42-prozentigen Marktanteil gesprochen, den die Telekom bei DSL-Neukundenverträgen in diesem Jahr erreicht habe.

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