Korrekte Nachweise

Brandenburg verteidigt Genehmigung für höhere Strompreise

Brandenburg hat im Gegenteil zu Hessen und Mecklenburg-Vorpommern die Anträge der örtlichen Versorger auf Erhöhung der Strompreise genehmigt und sich dafür gestern verteidigt. Alle Stromversorger hatten fristgerecht ihre höheren Aufwendungen nachweisen können.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Potsdam (ddp-lbg/sm) - Die brandenburgische Landesregierung hat ihre Genehmigung zur Erhöhung der Energiepreise verteidigt. Wie Wirtschaftsstaatssekretär Wolfgang Krüger am Mittwoch im Landtag sagte, hat die zuständige Behörde entsprechende Anträge der Energielieferanten "genauestens geprüft". Jeder dritte Antrag sei zurückgewiesen und später von den Absendern korrigiert worden.

Eine Genehmigung zur Preiserhöhung müsse erteilt werden, wenn die Lieferer höhere Aufwendungen nachweisen können, fügte der Staatsekretär hinzu. Die Stromlieferer hätten fristgerecht Anträge vorgelegt. Sie hätten Kostenerhöhungen nachgewiesen, die von den Unternehmen nur "bedingt zu beeinflussen" gewesen seien. Außer in Hessen und Mecklenburg-Vorpommern hätten alle Bundesländer die Genehmigung zur Preiserhöhung gegeben, wie Krüger erläuterte.

Im Norden und in der Mitte Brandenburgs habe sich der Preis für eine Kilowattstunden seit 2006 um 1,3 Cent pro Kilowattstunde erhöht, das seien sieben Prozent, sagte Krüger. Im brandenburgischen Süden habe der Preisanstieg 0,6 Cent pro Kilowattstunden betragen, was etwa drei Prozent entspreche.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Strompreis

    Netzentgelte sinken im Schnitt um vier Prozent

    Die Netzentgelte sollen den Tarifexperten von Verivox zufolge im kommenden Jahr im bundesweiten Schnitt sinken. Das gilt leider nicht für alle Bundesländer. Und vor allem bedeutet das nicht, dass die Stromanbieter die Preissenkungen weitergeben.

  • Strompreise

    Verivox: Strompreise verharren 2018 auf hohem Niveau

    Die Strompreise sollen sich den Tarifexperten von Verivox zufolge trotz der voraussichtlich sinkenden EEG-Umlage im kommenden Jahr weiter auf einem hohen Niveau halten. Abzuwarten bleibt demnach, ob die neue Bundesregierung Verbraucher entlasten wird.

  • Hochspannungsleitung

    Mecklenburg will weiteren Versorgern Erhöhungen untersagen

    Hessen und Mecklenburg-Vorpommern zeigen sich von den Drohungen der Versorger, gegen die negativen Preiserhöhungs-Bescheide vor Gericht zu ziehen, reichlich unbeeindruckt. Mecklenburgs Wirtschaftsminister Ebnet will neben den Neubrandenburgern auch 17 weiteren Versorgern im Land die Erhöhung verweigern.

  • Stromnetz Ausbau

    Rheinland-Pfalz streitet über genehmigte Strompreiserhöhungen

    In einer "Aktuellen Stunde" im rheinland-pfälzischen Landtag haben sich heute Regierung und Opposition um die von der Regierung genehmigten Strompreiserhöhungen gestritten. Während das Wirtschaftsministerium sein Vorgehen verteidigte, forderten Grüne und CDU mehr Wettbewerb.

  • Stromnetz Ausbau

    ovag klagt gegen Preiserhöhungsablehnung

    "Nachdem der hessische Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel nicht von seiner Ankündigung abgewichen ist, er werde die Anträge aller hessischen Stromversorger kollektiv ohne Einzelfallprüfung ablehnen, sehen wir uns zu diesem Schritt gezwungen", kommentierte ovag-Chef Schwarz den Gang vor Gericht.

Top