Tipp

bne zu Strompreiserhöhungen: Anbieter wechseln!

"Energieverbraucher in Deutschland nutzen ihr Wahlrecht beim Stromanbieter noch viel zu wenig", bemängelte heute der bne. Dabei könne bei einem Wechsel nicht nur Geld gespart werden, er sei auch ein politisches Bekenntnis: Kritik an der rüden Preispolitik der Ex-Monopolisten.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Der Bundesverband Neuer Energieanbieter (bne) appelliert an deutsche Stromkunden: "Wechseln Sie jetzt Ihren Anbieter! Das ist die einzige Antwort auf die angekündigten Erhöhungen der Strompreise durch die örtlichen Versorger. Jetzt sind die Verbraucher gefragt, ein Zeichen für mehr Wettbewerb im Energiemarkt zu setzen."

"Durch einen Anbieterwechsel können Stromkunden bis zu 20 Prozent sparen", führt Dr. Henning Borchers, Geschäftsführer des bne aus. "Energieverbraucher in Deutschland nutzen ihr Wahlrecht beim Stromanbieter noch viel zu wenig. Nur fünf Prozent der deutschen Haushalte haben ihren Anbieter gewechselt. Dabei ist der Wechsel auch ein politisches Bekenntnis: Wer sich für einen neuen Energieanbieter entscheidet, erteilt der rüden Preispolitik der Ex-Monopolisten eine Absage", wird Borchers deutlich.

Ende September reichten hunderte von Energieunternehmen ihre Anträge auf Preiserhöhung bei den zuständigen Behörden ein. Im Segment der Haushaltskunden ist eine Genehmigung der Tariferhöhung durch die Energieaufsicht des jeweiligen Bundeslandes drei Monate im voraus erforderlich. Die Preisanhebungen werden zum größten Teil mit der Erhöhung der Netzentgelte im Übertragungsnetz und den Preissteigerungen an der Leipziger Strombörse begründet.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Strompreis

    Netzentgelte sinken im Schnitt um vier Prozent

    Die Netzentgelte sollen den Tarifexperten von Verivox zufolge im kommenden Jahr im bundesweiten Schnitt sinken. Das gilt leider nicht für alle Bundesländer. Und vor allem bedeutet das nicht, dass die Stromanbieter die Preissenkungen weitergeben.

  • Strompreis

    Ökostrom-Umlage liegt 2018 bei 6,792 Cent

    Die Ökostrom-Umlage fällt im kommenden Jahr um 0,088 Cent und liegt damit bei 6,792 Cent pro Kilowattstunde. Leider sagt das aber noch nichts darüber aus, wie die Stromrechnung ausfallen wird. Andere Kostenbestandteile verteuern sich nämlich.

  • Hochspannungsmasten

    Metallindustrie fordert international wettbewerbsfähige Stromlieferverträge

    Von 2001 bis 2007 werde mit einer 70-prozentigen Erhöhung der Strompreise in Deutschland gerechnet, bemängelt die Wirtschaftsvereinigung Metalle. Schon heute gehörten die Industriestrompreise hierzulande zu den höchsten in Europa. Daher würden deutliche Signale für die Zukunftssicherung erwartet.

  • Strompreise

    Kein Gesprächsbedarf: Stromgipfel geplatzt

    Von wegen Chefsache: Bundeskanzler Schröder wird sich nun doch nicht in die aktuelle Diskussion um die Erhöhung der Energiepreise einmischen. Der Gipfel wurde abgesagt und die "Sache" an Wirtschaftsminister Clement übergeben. Dieser will jedoch ebenfalls "substanzielle Veränderungen" abwarten.

  • Stromtarife

    Zankapfel Energie: Bundestag streitet um Atomausstieg

    Mit den Stimmen von SPD und Grünen hat der Bundestag heute Anträge der Opposition zurückgewiesen, in denen eine energiepolitische Wende verlangt wird. Union und FDP bekräftigten ihre Forderung nach einem Rücktritt vom Atomausstieg, was Wirtschaftsminister Clement jedoch entschieden zurückwies.

Top