Saftige Erhöhung

bne: Stromkosten steigen 2010 deutlich an

Strom sparen wird im kommenden Jahr wohl für Verbraucher weiter an Bedeutung gewinnen. Denn 2010 müssen sich deutsche Energiekunden wohlmöglich auf eine saftige Erhöhung der Strompreise einstellen. Auf die Verbraucher sollen Mehrkosten von mindestens einer Milliarde Euro zu kommen.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Hamburg (red) – Für Energiekunden würden im kommenden Jahr Mehrkosten von mindestens einer Milliarde Euro entstehen, wie der "Spiegel" berichtet und sich dabei auf Berechnungen des Bundesverbands Neuer Energieanbieter (bne) bezieht. Im bne haben sich 30 Konkurrenzunternehmen der vier großen Stromversorger (E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall) zusammengeschlossen.

Netzkosten erhöhen Stromkosten

Schuld an den Preissteigerungen seien die weiter steigenden Mietleitungspreise für Stromnetze, so das Nachrichtenmagazin. Diese sogenannten Netzentgelte müssen Energieanbieter an die Stromnetzbetreiber bezahlen, um deren Netze nutzen zu können.

Für einen Haushalt der pro Jahr 3000 Kilowattstunden verbraucht, würde dies eine achtprozentige Erhöhung der Netzkosten bedeuten, schon in diesem Jahr sind sie um etwa 7 Prozent gestiegen. Damit lohnt sich der sparsame Umgang mit Energie sowie ein Stromvergleich für Verbraucher mehr denn je.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Strompreis

    Verivox: Staat bleibt der größte Preistreiber beim Strom

    Die Kosten für Strom setzen sich aus mehreren großen Kostenblöcken zusammen. Über die Hälfte machen staatliche Abgaben und Steuern aus. Das Vergleichsportal Verivox zeigt, wie der Staat Verbraucher entlasten könnte.

  • Stromrechnung

    Analyse: Niedriger Stromverbrauch kostet extra

    Die Entwicklung der Strompreise in den vergangenen fünf Jahren wirkt sich nicht auf alle Kunden in gleichem Maße aus, zeigt eine Untersuchung von Verivox. Es kommt demnach darauf an, ob viel oder wenig Strom verbraucht wird.

  • Stromtarife

    Strom- und Gaspreise im Bundesländer-Vergleich

    Während die Gaspreise bei vielen Anbietern sinken, bleiben die Strompreise in Deutschland weiter auf hohem Niveau. Jedoch gibts es enorme Preisunterschiede zwischen den Bundesländern, auch die Sparpotenziale unterscheiden sich regional deutlich.

  • Hochspannungsmasten

    RWE bietet für polnischen Energieversorger Enea

    RWE will einem Zeitungsbericht zufolge seine Position in Polen deutlich ausbauen. Der Essener Versorger habe ein Angebot für die Mehrheit am drittgrößten polnischen Stromerzeuger und -händler Enea abgegeben, berichtete die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf Finanzkreise.

  • Stromtarife

    Thüringen hat die niedrigsten Netzentgelte in Ostdeutschland

    Die Netzentgelte Thüringer Stromversorger sind nach Angaben von Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) die niedrigsten in Ostdeutschland. Diese Entgelte machen etwa ein Drittel des Strompreises aus und haben somit direkte Auswirkungen auf die Lebenshaltungskosten.

Top