Panne

BlackBerry-Nutzer auf drei Kontinenten offline (Upd.)

Eine Panne größeren Ausmaßes hat am 10. Oktober den Internetzugang von BlackBerry-Nutzern in Europa, Afrika und dem Nahen Osten teilweise den ganzen Tag lahmgelegt.

Mobilfunk Tarife© Uwe Malitz / Fotolia.com

London/Montréal (afp/red) - Unter anderem klagten Kunden in Großbritannien, Ägypten und Südafrika über Ausfälle. Sie konnten nicht ins Internet, keine E-Mails empfangen und auch den BlackBerry-Messenger nicht nutzen.

BlackBerry-Hersteller RIM bestätigte die Panne auf Twitter und Facebook, machte aber keine Angaben zur Ursache des Problems. Der Fehler scheint aber beim Datencenter in Slough zu liegen. Laut BBC waren die Gegenden betroffen, die von dort aus versorgt werden.

Panne bei BlackBerry scheint behoben

Mittlerweile hat RIM bekannt gegeben, die Probleme seien behoben, und sich bei den Kunden entschuldigt. Dennoch müssten einige wohl noch mit Verzögerungen beim Messenger und beim Browser rechnen. Man arbeite daran, dass alles bald wieder normal läuft.

Die Nutzer haben den Blackout nicht besonders gut aufgenommen; viele machten ihrem Ärger auf Facebook Luft. Mehrere Stunden oder gar den ganzen Tag lang lang vom Maildienst und vom Messenger abgeschnitten zu sein, finden sie unzumutbar.

Update:

Auch nach drei Tagen läuft immer noch nicht alles nach Plan, die Probleme scheinen sich sogar ausgeweitet zu haben. Auch in Nord- und Südamerika sowie Indien klagen Nutzer über den Ausfall des Internetzugangs. Nachdem RIM bekanntgegeben hatte, dass ein Rechenknoten ausgefallen war, scheint es nun der daraus entstandene Datenrückstau zu sein, der die Nutzer verärgert. Die Ausfallsicherung, die im Notfall hätte greifen sollen, funktionierte nach Angaben von RIM nicht wie geplant.

BlackBerry-Hersteller schließt Sabotageakt aus

RIM schloss indes aus, dass die Probleme auf einen Hackerangriff oder einen Sabotageakt zurückzuführen sein könnten. Es gebe überhaupt keinen Grund zu dieser Annahme, sagte der für Software zuständige RIM-Vize David Yach in einer Telefon-Pressekonferenz. Yach machte keine Angaben dazu, wie viele Kunden genau von der Panne betroffen haben. Weltweit nutzen laut RIM rund 70 Millionen Kunden einen Blackberry.

Um den Blackberry, der vor allem von Geschäftsleuten genutzt wird, steht es derzeit ohnehin nicht zum Besten: Konkurrenten wie das iPhone von Apple und Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android machen RIM zu schaffen. Die Aktien des Unternehmens haben seit Jahresanfang fast 60 Prozent an Wert eingebüßt.

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