Heizung optimieren

Bis zu 10 Prozent Ersparnis: Thermostate bei der Heizung prüfen

Thermostate, die mehr als 15 Jahre in Betrieb sind, sollten unbedingt überprüft werden, raten die Experten von co2online. Mit modernen Heizungsreglern können die Heizkosten demnach um bis zu 10 Prozent pro Jahr gesenkt werden.

Energiekosten© Alexander Raths / Fotolia.com

Berlin - Elektronische oder smarte Thermostate bei Heizungen können eine Alternative zu mechanischen Thermostaten sein - und sind auch für Mieter geeignet. Sie steigern den Komfort und erleichtern das Energiesparen. Bis zu 10 Prozent pro Jahr können die Heizkosten damit sinken, berichtet die Beratungsgesellschaft co2online.

Das mache in einer durchschnittlichen Wohnung etwa 70 Euro und in einem Einfamilienhaus rund 135 Euro aus. Aber auch Klima und Umwelt würden so geschont: In der Wohnung mit rund 70 Kilogramm weniger CO2 und im Haus mit 460 Kilogramm.

Kosten: mechanische und elektronischen Thermostate im Vergleich

Bei den Kosten gäbe es fast keinen Unterschied mehr zwischen mechanischen und einfachen elektronischen Thermostaten: Mechanische wären im Baumarkt ab etwa 8 Euro verfügbar, elektronische ab 10 Euro. Smarte Thermostate mit weiteren Funktionen und App-Steuerung kostetn deutlich mehr. Dennoch rechneten sie sich im Schnitt innerhalb von vier bis acht Jahren. Einfache elektronische Thermostate könnten sich sogar schon nach ein bis zwei Jahren amortisieren.

Thermostate sollten nach 15 Jahren ausgetauscht werden

Um ihre Heizkosten zu senken, sollten Verbraucher ihre Thermostate prüfen. Thermostate sind an fast allen Heizkörpern angebracht und haben großen Einfluss auf den Heizenergieverbrauch. Mit der Zeit nutzen sich mechanische Thermostatventile ab: Sie lassen sich nur noch schwer bewegen oder die Heizkörper bleiben konstant heiß. Dann regeln sie die Raumtemperatur nur noch ungenau oder gar nicht mehr. Spätestens nach 15 Jahren sollten sie daher überprüft und eventuell ausgetauscht werden, so die Beratungsgesellschaft.

Für mehr Komfort sorgen smarte oder elektronische Thermostate, indem Sie automatisch reagieren: zum Beispiel durch Herunterregeln bei zum Lüften geöffneten Fenstern oder beim Verlassen des Haushalts. Außerdem können einzelne Räume, wie beispielsweise das Badezimmer am Morgen, gezielt vorgeheizt werden, ohne dass der Heizkörper dauerhaft heizt.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Energietarife

    Heizen mit Erdgas wird teurer – Ölpreise stagnieren

    Die Preise für Erdgas ziehen aktuellen Prognosen zufolge an. Das wird sich auf den Heizkostenabrechnungen im kommenden Jahr bemerkbar machen. Für Ölheizer hingegen sollen die Rechnungen in etwa in der gleichen Höhe ausfallen wie im vergangenen Jahr.

  • Hausfinanzierung

    Klimaschutz belohnen: bald mehr Geld für Gebäude-Sanierungen?

    Maßnahmen für einen besseren Klimaschutz sollen im Gebäudebereich angekurbelt werden. Politiker diskutieren über geeignete Instrumente, wie Hausbesitzer von dem Umstieg auf umweltfreundliche Heizsysteme und Co. überzeugt werden können.

  • Energiekosten

    Großes Sparpotenzial beim Stromsparen in energieeffizienten Gebäuden

    Beim Stromsparen können Haushalte ihre Kosten um mehrere hundert Euro senken. Aber gerade bei modernen und energieeffizienten Gebäuden kommt dem sparsamen Umgang mit Strom eine größere Bedeutung, erklärt Energieversorger Polarstern.

  • Heizkostenrechner

    Umfrage: So heizen die Deutschen

    Heizen gegen die frostigen Temperaturen: In den meisten Haushalten in Deutschland gehört das nicht zur bevorzugten Methode, zeigt eine Umfrage. Demnach sind es wenn überhaupt die Männer, die wegen der Kälte am Heizungsregler drehen.

Top